ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2014Erster Weltkrieg: Verbrecheralbum
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Hier wird das gängige Vulgärstereotyp vom „bösen Deutschen“, der schuld ist an nahezu jedem Übel in dieser Welt, wieder einmal trefflich bedient. Der Autor schreibt, als hätte er die Konfabulationen der damaligen alliierten Kriegspropaganda (die inzwischen hinreichend beforscht und längst widerlegt sind) unbesehen übernommen . . . Es fehlen nur noch die sprichwörtlichen „abgehackten Kinderhände“ aus Belgien, die die deutschen Soldaten als Trophäen nach Hause brachten, wofür ihnen von der heimischen Wissenschafts- und Kunstszene applaudiert wurde.

Wieder einmal liest sich (hier) deutsche Geschichte als Verbrecheralbum, werden unsere Vorfahren als tumbe und kriegslüsterne Trottel dargestellt, als habe dieses Volk (einschließlich seiner wissenschaftlichen Intelligenz, die bis 1918 – im Gegensatz zu heute –Weltrang hatte) von den Anfängen seiner historischen Existenz heimtückisch und bösartig auf den Judenmord hingearbeitet.

Dr. med. Klaus Pillhatsch, 93047 Regensburg

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