ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2014Gemeinsamer Bundes­aus­schuss: DMP sollen evaluiert werden

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Gemeinsamer Bundes­aus­schuss: DMP sollen evaluiert werden

Dtsch Arztebl 2014; 111(26): A-1182 / B-1022 / C-966

Osterloh, Falk

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Disease-Management-Programme (DMP) werden künftig kontinuierlich evaluiert. Das hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) am 19. Juni in Berlin beschlossen. Die Evaluation soll durch einen unabhängigen Sachverständigen erstellt werden. Zudem hat der G-BA die Krankenkassen dazu verpflichtet, die Qualitätssicherungsmaßnahmen darzustellen, die gegenüber den DMP-Teilnehmern zwischen den Vertragspartnern auf Landesebene vereinbart worden sind. „Nunmehr steht der Nutzen der DMP für die Patienten im Mittelpunkt, gemessen an krankheitsspezifischen als auch an indikationsübergreifenden Parametern“, sagte Dr. med. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied im G-BA. In Zukunft werde zudem ein Vergleich der Ergebnisse zwischen Teilnehmern und Nicht-Teilnehmern erfolgen.

Foto: Georg J. Lopata
Foto: Georg J. Lopata

Darüber hinaus hat der G-BA das AQUA-Institut damit beauftragt, Qualitätssicherungsverfahren auf Basis der Routinedaten der Krankenkassen bei Patienten mit psychischen Erkrankungen und bei Patienten mit chronischem Nierenversagen vorzunehmen. „Zukünftig wollen wir Routinedaten der Krankenkassen für die sektorenübergreifende Qualitätssicherung nutzen“, sagte Klakow-Franck. Die Routinedaten der Krankenkassen beinhalten sowohl Informationen aus dem stationären als auch aus dem ambulanten Bereich. Auf diese Weise soll etwa nachverfolgt werden können, was aus einem in einem Krankenhaus operierten Patienten nach seiner Entlassung geworden ist (siehe dazu auch den Artikel „Forschung mit Routinedaten: Hürden bei Herzinsuffizienz“ in diesem Heft). fos

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