ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2014Krankschreibungen: Weniger Fehltage durch psychische Erkrankung

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Krankschreibungen: Weniger Fehltage durch psychische Erkrankung

Osterloh, Falk

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Im Jahr 2013 wurden erstmals seit sieben Jahren weniger Menschen aufgrund einer psychischen Erkrankung krankgeschrieben als im Vorjahr. Das geht aus dem Gesundheitsreport 2014 der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Mit 2,5 Fehltagen je Erwerbsperson stagnierten die Fehlzeiten jedoch auf einem inakzeptabel hohen Niveau, betonte der Vorstandsvorsitzende der TK, Dr. med. Jens Baas.

Im vergangenen Jahr stieg der Krankenstand auf durchschnittlich 14,7 Fehltage an. Dies sei der höchste Krankenstand, seit die TK vor 14 Jahren begonnen habe, die Fehltage ihrer Versicherten zu untersuchen, sagte Baas. Grund dafür sei die große Erkältungswelle im Februar des Jahres gewesen.

Ihren Schwerpunkt im Gesundheitsreport legte die Techniker Krankenkasse in diesem Jahr auf Rückenbeschwerden. „Oft sind Rückenbeschwerden nicht monokausal“, erklärte Baas. „Wir sehen einen Zusammenhang zwischen Stress, psychischen Erkrankungen und Rückenleiden.“ Im Jahr 2013 seien durch Rückenschmerzen 40 Millionen Fehltage verursacht worden. Zudem dauere eine Krankschreibung infolge von Rückenbeschwerden im Durchschnitt 17,5 Tage und damit fünf Tage länger als eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit. fos

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