ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2014Gelbfieber-Impfnachweis: Änderung der Vorschriften ab Juni 2016

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Gelbfieber-Impfnachweis: Änderung der Vorschriften ab Juni 2016

Zylka-Menhorn, Vera

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Das Gelbfieber-Virus wird von Stechmücken übertragen. Foto: mauritius images
Das Gelbfieber-Virus wird von Stechmücken übertragen. Foto: mauritius images

Für einen lebenslangen Schutz vor einer Gelbfieberinfektion ist eine einmalige Impfung ausreichend. Dies hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im vergangenen Jahr nach Auswertung neuester epidemiologischer Daten mitgeteilt. Eine Impfauffrischung alle zehn Jahre, wie bislang empfohlen, sei aus medizinischen Gründen nicht notwendig. Die aktuellen Erkenntnisse finden nun auch Eingang in die Internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR) der WHO, die in aktualisierter Form im Juni 2016 in Kraft treten werden. „Trotz der verbindlichen Vorgaben der WHO wird man abwarten müssen, ob diese ab 2016 tatsächlich an allen Grenzen zeitnah umgesetzt werden“, erklärt Prof. Dr. med. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin. „Wir halten es für möglich, dass manche Länder auch danach noch – zumindest für einen gewissen Zeitraum – den Nachweis, wonach die Impfung nicht länger als zehn Jahre her ist, verlangen werden.“ Reisemedizinisch beratende Ärzte seien dann gefordert, sich über die Handhabung an den Grenzen zu informieren, um ihre Patienten hierzu beraten zu können. zyl

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