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Noch lange nicht weiblich

Medizin studieren, 3/2014: 4

Richter-Kuhlmann, Eva

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Ärztinnenbund korrigiert „Feminisierung“

Foto: Fotolia/waldemarus
Foto: Fotolia/waldemarus

Der Deutsche Ärztinnenbund hat anlässlich des 117. Deutschen Ärztetages Ende Mai den Mythos von der „Feminisierung“ in der Medizin korrigiert. Auch wenn die Studienanfängerinnen im Fach Medizin bei 63 Prozent angelangt seien, bestehe noch keine berufliche Chancengleichheit. „Bei der in letzter Zeit gern beschworenen ,drohenden‘ Feminisierung der Medizin handelt es sich faktisch um eine Wahrnehmungsstörung verunsicherter männlicher Kollegen“, sagte Dr. med. Regine Rapp-Engels, Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes. Frühestens etwa im Jahr 2027 würden Ärztinnen in Kliniken und Praxen entsprechend ihrem Anteil in der Bevölkerung vertreten sein.

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Der Deutsche Ärztinnenbund fordert eine verbindliche Frauenquote, weil „die Zukunft der Medizin bisher nur auf der Ebene der Assistenzärztinnen weiblich ist“. Familien- und frauenfreundliche Arbeitsbedingungen in Kliniken und Praxen müssten umgesetzt werden, statt den Ärztemangel zu beklagen. Zudem müsse ein Kulturwandel stattfinden, damit sich ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis auch in Führungspositionen und in Gremien widerspiegelt. ER

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