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Was macht ein . . .: Ergotherapeut?

Medizin studieren, 3/2014: 30

Osterloh, Falk

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Ergotherapie befähigt Menschen mit komplexen Erkrankungen, ihre eigene und/oder die Befindlichkeit ihres Umfeldes im praktischen Alltag zu verbessern“ – so lautet die Definition des Bundesverbandes für Ergotherapeuten in Deutschland. Zu diesen Erkrankungen gehören angeborene körperliche oder geistige Schädigungen, rheumatische Erkrankungen oder massive neurologische Störungen, zum Beispiel nach einem Unfall oder Schlaganfall. Ergotherapeuten fördern dabei die geistigen und körperlichen Fähigkeiten der Patienten. Ihr Ziel ist es, deren individuelle Handlungsfähigkeit sowohl im motorischen und kognitiven als auch im psychischen und sozialen Sinne zu erhalten oder wiederherzustellen.

Foto: picture alliance
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Dabei verfolgen Ergotherapeuten einen ganzheitlichen Ansatz: Auf der Basis einer ärztlichen Diagnose und unter Berücksichtigung der individuellen Lebens- und Krankheitsumstände erstellen sie Behandlungspläne, mit deren Hilfe eine größtmögliche Selbstständigkeit der Patienten erzielt werden soll, beispielsweise die Fähigkeit, sich im eigenen Haushalt wieder zu waschen, anzukleiden oder das Essen zuzubereiten. Handwerkliche oder musische Übungen spielen dabei eine große Rolle.

Ergotherapeuten arbeiten mit Ärzten zusammen sowie mit Logopäden, Psychologen, Psychiatern, Physiotherapeuten, Sozialpädagogen und den Angehörigen der Patienten. Eine ergotherapeutische Behandlung kann zum Beispiel während eines Klinikaufenthalts, einer Rehabilitationsmaßnahme, in einem Altenheim oder am Arbeitsplatz erfolgen. Ergotherapeuten arbeiten darüber hinaus auch ambulant in einer eigenen Praxis. Die Verordnung für eine ambulante Ergotherapie stellt der behandelnde Arzt aus, die erste Verordnung umfasst üblicherweise zehn Behandlungseinheiten. Eine Therapieeinheit beträgt je nach durchgeführter Maßnahme zwischen 30 und 60 Minuten.

Die Voraussetzung für eine Berufstätigkeit ist der Abschluss einer dreijährigen Ausbildung, die an Berufsfachschulen stattfindet. Seit 2009 kann man eine Ergotherapie-Ausbildung auch an Hochschulen durchführen, die mit dem „Bachelor auf Science“ abschließt.

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