ArchivDeutsches Ärzteblatt27-28/2014Haftpflichtprämien: Absurd
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. . . Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe muss von Sinnen sein, solche Forderungen zur Lösung des Haftpflichtproblems für Hebammen zu stellen. Er tut dies in Verkennung der Tatsache, dass in Wirklichkeit der Bedarf nach von Hebammen vollzogener Geburtshilfe-Tätigkeit außerhalb der klinischen Versorgung, sprich im Rahmen der Hausgeburtshilfe, gegen null geht. Dafür ist nicht zuletzt eine fachkompetente Aufklärung und Beratung werdender Eltern durch geburtshilflich tätige Ärzte maßgeblich, die diese Eltern in engagierte und von Empathie getragene Fachabteilungen geburtshilflicher Kliniken leitet, zum Wohle von Mutter und Kind, denn unbestritten ist selbst bei bester Organisation der Hausgeburtshilfe, siehe Niederlande, deren höhere Morbiditätsrate. Dies liegt in der Natur der Sache und sollte Anlass genug sein, von der leidigen und ideologisch verbrämten Diskussion um eine hebammenzentrierte Alternativ-Geburtshilfe Abstand zu nehmen. Sollte jedoch eine solche Tätigkeit ausgeübt werden, ist sie konsequenterweise einer angemessenen Haftpflicht zu unterwerfen. Diese Leistungen von der Versichertengemeinschaft einzufordern, ist nachgerade absurd.

Dr. med. Stefan Wenzel, Frauenarzt, 65343 Eltville

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