ArchivDeutsches Ärzteblatt27-28/2014Studie: Hörschäden bei Musikern

KULTURTIPPS

Studie: Hörschäden bei Musikern

Dtsch Arztebl 2014; 111(27-28): [59]

Hillienhof, Arne

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Professionelle Musiker tragen ein um 57 Prozent erhöhtes Risiko einer Tinnituserkrankung und leiden im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung fast viermal häufiger an Hörschäden. Das berichten Wissenschaftler des Bremer Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie, des Instituts für Musik der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg und des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Bremen. Die Musiker in der Studienpopulation waren Orchestermusiker, Bandmusiker, Sänger, Komponisten und Dirigenten.

„Hörschäden treten verstärkt in höheren Lebensaltern auf, doch selbst nach Berücksichtigung dieser und anderer Einflussgrößen, wie etwa Geschlecht und Populationsdichte, waren Profimusiker immer noch häufiger davon betroffen“, so lautet das Fazit. Um Hörschäden vorzubeugen, empfehlen die Wissenschaftler gehörschützende Maßnahmen. Sie merken an, dass Musiker mit Hörschäden nicht von einer Musiktherapie profitieren. „Unsere Daten lassen vermuten, dass die positiven Effekte, die bei dieser Therapieform auftreten, bei professionellen Musikern – wenn sie unter einem lärminduzierten Hörschaden leiden – nicht stattfinden”, hieß es aus der Arbeitsgruppe. hil

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