ArchivDeutsches Ärzteblatt27-28/2014Fachsprachprüfung: Einheitliche Sprachtests beschlossen

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Fachsprachprüfung: Einheitliche Sprachtests beschlossen

Dtsch Arztebl 2014; 111(27-28): A-1229 / B-1061 / C-1005

Protschka, Johanna; Hillienhof, Arne

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Die Landesgesundheitsminister haben bei ihrem Treffen Ende Juni in Hamburg einheitliche Sprachtests für ausländische Ärzte, Zahnärzte und Apotheker beschlossen. Sie sollen künftig ein allgemeines Sprachniveau der Stufe „B2“ (gutes Mittelmaß) und ein Fachsprachenniveau auf dem Niveau „C1“ (fortgeschrittene Kenntnisse) nachweisen. „Wer als ausländischer Arzt, Psychotherapeut oder Apotheker in Deutschland tätig werden will, muss dafür über ausreichende Kenntnisse sowohl in der Umgangssprache als auch in der Fachsprache verfügen“, hieß es aus der Ge­sund­heits­minis­ter­kon­fe­renz. Die Patientenkommunikation müsse zudem mühelos funktionieren. Ärzte müssten Anamnesen erheben und über Vor- und Nachteile von Behandlungen und Behandlungsalternativen aufklären können, so die Minister.

Die Ge­sund­heits­mi­nis­ter der Länder fordern einen einheitlichen Nachweis von Sprachkenntnissen. Foto: dpa
Die Ge­sund­heits­mi­nis­ter der Länder fordern einen einheitlichen Nachweis von Sprachkenntnissen. Foto: dpa

Die Länder sind für die Überprüfung der Sprachkenntnisse und Erteilung einer Approbation zuständig. In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz führen die Ärztekammern die Fachsprachprüfungen für ausländische Ärzte durch. Die Bundes­ärzte­kammer hatte im Frühjahr einheitliche Regelungen für den Berufszugang von Ärzten aus dem Ausland gefordert. Der 117. Deutsche Ärztetag sprach sich Ende Mai für die Durchführung der Fachsprachprüfungen bei den Ärztekammern aus. Die Prüfung an Sprachinstitute oder den Arbeitgeber zu delegieren, unterlaufe die Sicherstellung eines standardisierten Sprachniveaus, heißt es in dem Beschluss. jp/hil

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