ArchivDeutsches Ärzteblatt27-28/2014Gesundheitskarte: Gröhe drückt aufs Tempo

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Gesundheitskarte: Gröhe drückt aufs Tempo

dpa

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Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will den schleppenden Aufbau einer IT-Infrastruktur für die elektronische Gesundheitskarte per Gesetz beschleunigen. Noch in diesem Jahr werde er den Entwurf für ein E-Health-Gesetz vorlegen, kündigte Gröhe am 25. Juni beim Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin an. Die Rahmenbedingungen für die Telematikinfrastruktur sollen konkretisiert werden, um den Prozess zu beschleunigen, sagte er nach Angaben der Veranstalter. Anwendungen der Karte zum Nutzen der Patienten sollten zügig eingeführt werden. Die Telematikinfrastruktur solle darüber hinaus für weitere Anwendungen offenstehen.

Der Zeitung „Bild“ sagte Gröhe, zentral für die Gesundheitskarte seien zunächst die Notfalldaten: „Wenn es nach einem Unfall schnell gehen muss, soll der Arzt überlebenswichtige Notfalldaten sofort von der Karte abrufen können.“ Ärzte sollten mit Hilfe der Karte zudem direkt sehen können, welche Medikamente ein Patient gerade einnehme.

Krankenkassen und Ärzte, die die Karte und die IT-Infrastruktur gemeinsam mit Kliniken, Apothekern und Industrie einführen sollen, haben sich zuletzt über das Projekt zerstritten. Die Karte und die Entwicklung der nötigen Infrastruktur kosteten bisher knapp 900 Millionen Euro. Frühestens von 2018 an sollen laut den Kassen Anwendungen wie die Übermittlung elektronischer Fallakten kommen. dpa

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