ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2014Leistungssport: Hilfe bei psychischen Problemen

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Leistungssport: Hilfe bei psychischen Problemen

PP 13, Ausgabe Juli 2014, Seite 293

Hillienhof, Arne

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Der Nationaltorhüter Robert Enke litt an schweren Depressionen und verübte 2009 Selbstmord. Foto: dpa
Der Nationaltorhüter Robert Enke litt an schweren Depressionen und verübte 2009 Selbstmord. Foto: dpa

Der Deutsche Fußballbund (DFB), das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, die Robert-Enke-Stiftung, die Deutsche Sporthochschule Köln und die Verwaltungsberufsgenossenschaft haben gemeinsam einen Praxisleitfaden zum Thema „Psychische Gesundheit im Leistungssport“ veröffentlicht. Dieser soll vor allem Trainer dabei unterstützen, ihre Sportler wertschätzend und gesundheitsförderlich zu behandeln.

„Nur wer körperlich und psychisch gesund ist, kann im Sport die optimale Leistung bringen“, sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Gerade in der Spitze müssten etwa Fußballspieler besondere Belastungen meistern. Leistungssport biete ein großes Potenzial für die psychische Gesundheit und die Persönlichkeitsentwicklung. Allerdings entstünden auch im Spitzensport Phänomene wie Stress, Konflikte, psychische Belastungen und Erkrankungen. Trainer seien oft noch unsicher, wie sie psychisch überlasteten Sportlern helfen können.

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„Die Handlungshilfe bietet praxisnahe Hilfe, um Trainer, Ärzte, Sportpsychologen und Funktionäre im Leistungssport über psychische Krankheiten aufzuklären und ihnen Wege aufzuzeigen, betroffene Athleten zu unterstützen“, betonte Teresa Enke, Vorstandsvorsitzende der Robert-Enke-Stiftung und Partnerin des Projekts. So stehen am Ende jedes Kapitels des Leitfadens praxisorientierte Tipps und Lösungen zum Ausprobieren. Darüber hinaus enthalten alle Kapitel Interviews mit Praktikern aus dem Leistungssportbereich, darunter Hans-Dieter Hermann, Sportpsychologe der Deutschen Fußballnationalmannschaft. hil

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