ArchivDeutsches Ärzteblatt29-30/2014Teddybären-Krankenhaus: Sprechstunde für Kuscheltiere

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Teddybären-Krankenhaus: Sprechstunde für Kuscheltiere

Dtsch Arztebl 2014; 111(29-30): [111]

dpa

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Schon seit Tagen tut Teddy Konrad sein linker Arm weh. Er sei gebrochen, erzählt die sechsjährige Sarah und schaut traurig auf ihren Liebling. Zusammen mit anderen Vorschulkindern ist Sarah mit ihm zum Teddybären-Krankenhaus gegangen, das Medizinstudenten in der Heidelberger Altstadt veranstalten. Es soll Kindern die Angst vor Arztbesuchen nehmen. „Die Ärztin hat einen Verband angemacht. Sie hat gesagt, dass Konrad für ein paar Tage seinen Arm nicht bewegen darf“, erzählt Sarah. Gebrochene Arme und Beine gebe es in der Kuscheltier-Sprechstunde oft, sagt Mitorganisatorin Anna Badenhop. In Heidelberg gebe es das Teddybären-Krankenhaus seit 15 Jahren. Die Idee komme ursprünglich aus Skandinavien und habe sich inzwischen an vielen Unis fest etabliert.

„Kinder lieben ja Rollenspiele“, sagt Bettina Kraft, Leitende Psychologin am Heidelberger Universitätsklinikum. Auch ihre eigenen Krankheiten verarbeiteten Kinder im Spiel mit Kuscheltieren oder Puppen. „Die Teddy-Docs sind eine gute Möglichkeit, Kinder angstfrei an einen Arzt- oder Krankenhausbesuch heranzuführen.“ Es helfe, wenn der Doktor auch das Kuscheltier verarzte. Informationen: www.teddyhd.de. dpa

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