VARIA: Personalien

Geburtstage

Dtsch Arztebl 1999; 96(11): A-719 / B-608 / C-575

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LNSLNS Dr. med. Helmuth Klotz, Arzt für Allgemeinmedizin in Darmstadt, wurde am 1. März 70 Jahre alt.
Klotz ließ sich mit voller Kassenzulassung 1958 als praktischer Arzt in Darmstadt nieder, später war er Arzt für Allgemeinmedizin. Schon frühzeitig engagierte er sich in der Politik und in der ärztlichen Berufspolitik. 1960 wurde er Mitglied im (damaligen) Berufsverband der Praktischen Ärzte und Ärzte für Allgemeinmedizin e.V. (BPA), dem heutigen BDA Berufsverband der Allgemeinärzte Deutschlands - Hausärzteverband - e.V., Köln. 1963 wurde er Delegierter des BPA-Landesverbandes Hessen, fünf Jahre später auch Delegierter der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen. 1973 wurde er zum ersten Mal in die Abgeordnetenversammlung der KV Hessen gewählt, der er bis 1980 angehörte. 1971 bis 1972 war Dr. Klotz stellvertretender Landesvorsitzender des BPA in Hessen, 1972 wurde er zum BPA-Landesvorsitzenden in Hessen gewählt. Von April 1978 bis September 1987 war er Bundesvorsitzender des BPA.
Im Mai 1978 wurde Dr. Helmuth Klotz zum Vizepräsidenten der Bundes­ärzte­kammer und des Deutschen Ärztetages gewählt, ein Amt, das er durch mehrfache Wiederwahl bis 1995 innehatte. Klotz hat in vielen Fachgremien auf Landes- und Bundesebene aktiv mitgewirkt, so in den Fachausschüssen und Gremien der Bundes­ärzte­kammer, insbesondere in der Deutschen Akademie für Allgemeinmedizin und im Gemeinsamen Ausschuß der Bundes­ärzte­kammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für Fragen der Rehabilitation. 1976 wurde Klotz Vorstandsmitglied der Akademie für ärztliche Fortbildung der Lan­des­ärz­te­kam­mer in Bad Nauheim.
In Anerkennung seiner umfangreichen berufspolitischen Tätigkeit und seines ärztlichen Wirkens erhielt Klotz während des 99. Deutschen Ärztetages 1996 in Köln die Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft.


Prof. Dr. med. Hans Kaffarnik, von 1981 bis 1994 (seiner Entpflichtung) Leiter der Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel an der Medizinischen Fakultät der Universität Marburg, wird am 20. März 70 Jahre alt. Prof. Kaffarnik ist gebürtiger Oberschlesier.
Nach seinem Medizinstudium an der Universität Würzburg war er zunächst Volontär-Assistent in der Physiologischen Chemie an der Universität zu Köln (bei Prof. Dr. Klenk); dann kam er an die Universität Tübingen (zu Prof. Dr. Benholdt). Kaffarnik wechselte im Jahr 1962 an die Medizinische Poliklinik der Universität Würzburg (zu Prof. Dr. Franke). Von dort kam er als Funktionsoberarzt 1966 zu Prof. Dr. Löhr an die Medizinische Poliklinik der Universität Marburg. Diese Poliklinik leitete er zwischen 1976 und 1981 kommissarisch. 1981 wurde er zum Leiter der Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel berufen. Wissenschaftlicher Schwerpunkt ist unter anderem der Fettstoffwechsel als einer der Hauptrisikofaktoren für die Entstehung der Arteriosklerose. Sie bestimmten seinen Werdegang mit vielseitigen Kontakten zu den National Institutes of Health, Bethesda, sowie zum Pasteur-Institut in Lille mit Austausch von Postdoktoranden.
Prof. Dr. Hans Kaffarnik hat schon frühzeitig - lange vor der "Wende" - Kontakte zu Wissenschaftlern in der damaligen DDR gesucht und gepflegt und sie auch nach der Wiedervereinigung intensiviert, besonders zu Arbeitsgruppen in Dresden und Leipzig.


Dr. med. Hans Hege, Facharzt für Allgemeinmedizin in München, vollendet am 22. März sein 75. Lebenjahr.
Hans Hege, in Berlin geboren, ist seit langen Jahren in der ärztlichen Berufspolitik aktiv. So war er zunächst Vorsitzender der Vereinigung praktischer Ärzte in Bayern (seit 1992), stellvertretender Vorsitzender beziehungsweise Vorsitzender der Bezirksstelle München der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns und Mitglied der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (1976 bis 1984). Im Vorstand der KV Bayerns war er von 1976 bis 1980 tätig. Als Vorsitzender des Ärztlichen Kreis- und Bezirksverbandes München war er auch Mitglied des Vorstandes der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer (von 1981 bis Ende 1986). Er war zunächst Vizepräsident, dann (ab Mitte Januar 1991) Präsident der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer, ein Amt, das er bis Ende Januar 1999 innehatte. In den Ausschüssen und Gremien der Bundes­ärzte­kammer hatte Hege zahlreiche Ämter inne.


Prof. Dr. med. Fritz Schilling, ein Senior der deutschen Nachkriegsrheumatologie und langjähriger akademischer Lehrer für Rheumatologie an der Universität Mainz, wird am 6. April 80 Jahre alt.
Der in Freiburg geborene Arzt und Wissenschaftler hat 1950 sein medizinisches Staatsexamen in Mainz abgelegt. Er hatte dem psychosomatischen Kreis um Victor von Weizsäcker angehört. 1973 Habilitation für Innere Medizin, speziell klinische und röntgenologische Rheumatologie an der Universität Mainz, gefolgt von 18 Jahren dortiger Vorlesungstätigkeit. Ab 1977 war Schilling Chefarzt des Rheumakrankenhauses in Bad Kreuznach, im Rahmen des von ihm gegründeten Rheinland-Pfälzischen Rheumazentrums Mainz/Bad Kreuznach, womit er ein Modell der umfassend klinischen, orthopädisch-operativen und rehabilitativen Regionalversorgung Rheumakranker geschaffen hat. Forschungsgebiete blieben - interdisziplinär orientiert - die entzündlichen Wirbelsäulenleiden, die Arthritis und Spondylitis psoriatica sowie die Probleme der "Differentialdiagnose rheumatischer Erkrankungen" (Standardwerk mit W. Müller), der rheumatologischen Osteologie und der von ihm begründeten "Anthropologie des Rheumatismus". Seine M.-BechterewMonographie (1974) war das umfangreichste Werk über die Krankheitsgruppe, die kurz darauf international "Spondarthritiden" genannt wurde. EB

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