ArchivDeutsches Ärzteblatt21/1996Bundesbahn: Mißverständnis

SPEKTRUM: Leserbriefe

Bundesbahn: Mißverständnis

Brinkrolf, Hans

Zu der Meldung in Heft 4/1996 "Ärzteüberschuß bei der Bahn"
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LNSLNS In Ihrem Beitrag über den Bericht des Bundesrechnungshofes kommen Sie zu dem Schluß, die 200 Ärzte des Bundeseisenbahnvermögens seien nicht ausgelastet und lägen dem Bund finanziell auf der Tasche. Hier liegt ein Mißverständnis vor, das ich gerne ausräumen möchte:
Bei Gründung der Deutschen Bahn AG im Januar 1994 ging der bahnärztliche Dienst nicht auf die AG über, sondern verblieb beim Bundeseisenbahnvermögen, da die Aufgaben des bahnärztlichen Dienstes sich nicht ausschließlich auf die AG beschränken. Hauptsächliche Tätigkeitsfelder der Ärzte sind:
lArbeits- und verkehrsmedizinische Betreuung der Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG und anderer Betriebe.
l Sozialmedizinische Leistungen für die Versicherungsträger der Bahn, der Betriebskrankenkasse des Bundesverkehrsministeriums und die Pflegekasse.
lAmtsärztliche Aufgaben für das Bundeseisenbahnvermögen und für andere Anforderer des Bundes, zum Beispiel Eisenbahn-Bundesamt.
Nicht zuletzt sind die Bahnärzte in vielen Gremien der Interessens- und Berufsverbände, der Berufsgenossenschaften, dem Internationalen Bahnärzteverband UIMC und in Forschungsaufgaben tätig. Dies soll belegen, daß die Bahnärzte in ihren Aufgaben nicht nur voll ausgelastet sind, sondern darüber hinaus auch in vielen Bereichen aktiv engagiert sind. Ein von Ihnen angesprochenes Defizit existiert nicht. Dabei ist selbstverständlich, daß bei zurückgehendem Personalbestand der Deutschen Bahn AG, wie in anderen Betrieben auch, die Zahl der Bahnärzte reduziert und angepaßt werden muß.
Dr. med. Hans Brinkrolf, Bundeseisenbahnvermögen, Deutsche Bahn AG, Frankenallee 2-4, 60327 Frankfurt
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