ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2014Bekanntmachung des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses über Beratungen zu vier Richtlinien zur Erprobung

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Bekanntmachung des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses über Beratungen zu vier Richtlinien zur Erprobung

Dtsch Arztebl 2014; 111(31-32): A-1386 / B-1194 / C-1138

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Vom 10. Juli 2014

Im Rahmen der Bescheidungen der Anträge auf Erprobung gemäß § 137e Absatz 7 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) ist der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) zu der Auffassung gelangt, dass der Nutzen der nachfolgend genannten Methoden bislang nicht hinreichend belegt ist, sie jedoch hinreichendes Potenzial für eine Erprobung gemäß § 137e SGB V bieten:

  • Nichtinvasive Pränataldiagnostik zur Bestimmung des Risikos von fetaler Trisomie 21 mittels molekulargenetischen Tests,
  • Hyperbare Sauerstofftherapie bei Hörsturz,
  • Messung von fraktioniert ausgeatmetem Stickstoffmonoxid zur Feststellung einer eosinophilen Atemwegsentzündung,
  • Messung von fraktioniert ausgeatmetem Stickstoffmonoxid zur Steuerung der Asthma-Behandlung in der Schwangerschaft.

In seiner Sitzung am 17. April 2014 hat der G-BA beschlossen, die Beratungsverfahren für die Richtlinien auf Erprobung der vorgenannten Methoden gemäß § 137e Absatz 1 SGB V einzuleiten. In diesen Richtlinien werden die Studien konkretisiert, die die Bewertungen des Nutzens der vorgenannten Methoden auf einem für eine spätere Richtlinienentscheidung ausreichend sicheren Erkenntnisniveau erlauben soll.

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Mit dieser Veröffentlichung soll insbesondere Sachverständigen der medizinischen Wissenschaft und Praxis, Dachverbänden von Ärztegesellschaften, Spitzenverbänden der Selbsthilfegruppen und Patientenvertretungen sowie Spitzenorganisationen der Hersteller von Medizinprodukten und -geräten und den gegebenenfalls betroffenen Herstellern von Medizinprodukten Gelegenheit gegeben werden, durch Beantwortung eines Fragebogens eine erste Einschätzung zu den angekündigten Beratungsgegenständen abzugeben.

Die Einschätzungen zu den oben genannten Beratungsthemen sind anhand der jeweils themenbezogenen Fragebögen innerhalb einer Frist von 6 Wochen nach dieser Veröffentlichung in elektronischer Form an folgende E-Mail-Adresse zu senden:

erprobung137e@g-ba.de

Die Fragebögen sowie weitere Erläuterungen finden Sie auf den Internetseiten des G-BA unter: https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/1975/

Berlin, den 10. Juli 2014

Gemeinsamer Bundes­aus­schuss

Unterausschuss Methodenbewertung

Der Vorsitzende

Deisler

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