ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2014Randnotiz: Lobbyinteressen
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Die Regierungsverantwortlichen bringen sich leider nicht zum ersten Mal in Verdacht, mehr Lobbyinteressen als das Gemeinwohl zur Richtschnur des Handelns zu machen.

Die Unwirksamkeit von Tamiflu ist wissenschaftlich so gut belegt, dass aus ärztlicher Sicht die Gefahr von Nebenwirkungen schwerer wiegt als die äußerst geringe Hoffnung auf eine relevante Wirkung.

Noch schlimmer aber wiegt, dass Bürger sich durch die groß angelegte staatliche Beschaffungsaktion in einem hier leider falschen Glauben an den Staat in vermeintlicher Sicherheit wiegen und deshalb unter Umständen sogar auf eine Impfung verzichten. Diese weist auf alle Fälle eine unvergleichlich höhere Schutzwirkung auf, vor allem durch Seuchenprävention bei ausreichenden Durchimpfungsraten. So fördert der Staat sicher ungewollt aber dennoch in unverantwortlicher Weise die ohnehin bestehende Impfmüdigkeit. Medikamente können aber nicht ohne Mitwirken von Ärzten verordnet werden . . .

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Dr. med. Peter Pommer, Chefarzt der Abteilung
für Pneumologie, Gesundheitszentrum Oberammergau,
82487 Oberammergau

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