ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2014Hypertonie: Fixkombinationen sind vorteilhaft

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Hypertonie: Fixkombinationen sind vorteilhaft

Dtsch Arztebl 2014; 111(31-32): A-1378

Ollenschläger, Philipp

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Praxisorientiertes Behandlungsschema unterstützt die optimale Einstellung des Blutdrucks und steigert die Adhärenz der Patienten.

Die Bluthochdruckbehandlung ist häufig eine Herausforderung für den niedergelassenen Arzt. „Die meisten Probleme bereiten Patienten, die auch nach mehreren Versuchen mit unterschiedlichen Therapieschemata die Zielwerte nicht erreichen“, erläuterte Prof. Dr. med. Roland E. Schmieder, Universitätsklinik Erlangen. Grundsätzlich nehme die Therapietreue im Laufe der Zeit sehr stark ab. Die Vereinfachung der Behandlung durch eine Reduzierung der Tablettenanzahl – zum Beispiel durch Fixkombinationen – sei die erfolgreichste Strategie zur Adhärenzsteigerung.

Schmieder schlägt für das Hypertonie-Management im niedergelassenen Bereich die Begriffe „leicht behandelbare“ und „schwer behandelbare“ Hypertonie vor. Bei der „leicht behandelbaren“ Form lässt sich Normotonie mit maximal drei Wirkstoffen erreichbaren. Ist dies nicht der Fall, gilt die Hypertonie als „schwer behandelbar“. Nur diese Patienten sollten zu einem Hypertonie-Spezialisten überwiesen werden, so Schmieder.

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Nach Angaben von Prof. Massimo Volpe aus Rom hängt die Adhärenz direkt mit der Verträglichkeit, Effektivität und Komplexizität einer Arzneimitteltherapie zusammen. Fixkombinationen seien diesbezüglich eine wertvolle Option. Der Kardiologe stellte ein innovatives Behandlungsschema vor, das von europäischen Hypertonie-Spezialisten entwickelt wurde. „Das Schema ist weder Leitlinie noch Algorithmus“, erläuterte Volpe. Vielmehr sei es der Versuch, evidenzbasierte Medizin in die Behandlungsrealität umzusetzen. Dieses Behandlungsschema biete eine Richtschnur für die Therapie von Patienten mit den unterschiedlichsten Eigenschaften und Bedürfnissen. „Grundlage hierfür sind klinische Evidenz, Leitlinien, Best Practice und klinische Erfahrung“, erklärt Volpe.

Dieses Behandlungsschema setzt auf den Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB) Olmesartan als Monotherapie in der Kombination mit Amlodipin und/oder Hydrochlorothiazid (HCT). „Diese Strategie funktioniert zwar mit jedem ARB, aber aus praktischen Gesichtspunkten verwenden wir Olmesartan, das in vielen europäischen Ländern in den jeweiligen fixen Dreierkombinationen mit Amlodipin und HCT verfügbar und dosistitrierbar ist“, so Volpe weiter. Zudem sei es von Bedeutung, dass aufgrund der langen Halbwertszeit von Olmesartan und Amlodipin eine einmal tägliche Einnahme möglich ist.

Philipp Ollenschläger

Olmesartan steht in einer fixen Kombination mit Amlodipin (Sevikar®) bzw. mit Amlodipin und Hydrochlorothiazid (Sevikar HCT®) zur Verfügung.

Quelle: Pressekonferenz von Daiichi Sankyo Europe im Rahmen des ESH/ISH-Kongresses in Athen

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