ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2014Projekt der Knappschaft: Elektronische Behandlungsinformation

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Projekt der Knappschaft: Elektronische Behandlungsinformation

Dtsch Arztebl 2014; 111(31-32): A-1379

Krüger-Brand, Heike E.

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Um den Informationsfluss zwischen den verschiedenen Sektoren des Gesundheitswesens zu verbessern, hat die Knappschaft im Juni 2013 ein Kommunikationsprojekt gestartet: die elektronische Behandlungsinformation (eBI). Kooperierende Krankenhäuser erhalten bei einer stationären Aufnahme ihrer Versicherten behandlungsnotwendige Informationen von der Krankenkasse. Hierzu zählen etwa Angaben zu den jeweiligen ambulant behandelnden Ärzten, den verordneten Arzneimitteln, den bekannten Erkrankungen und die Daten früherer Kranken­haus­auf­enthalte.

Jetzt soll das Projekt auch auf die niedergelassenen Ärzte ausgedehnt werden. Knappschaft und die KV Telematik GmbH haben zu diesem Zweck eine Kooperation geschlossen. Im Mittelpunkt steht dabei zunächst die Verbesserung der Arzneimitteltherapie. Mit den bereitgestellten Medikationsdaten eines Patienten erhält der behandelnde Arzt einen Überblick über sämtliche Arzneimittel, die ein Patient einnimmt. Das soll dazu beitragen, die Arznei­mittel­therapie­sicherheit zu erhöhen und unerwünschte Neben- und Wechselwirkungen zu verringern. Im nächsten Schritt soll dann das Entlassmanagement der Krankenhäuser verbessert werden. Dabei geht es vor allem um die Optimierung der Informationsweitergabe an die weiterbehandelnden Stellen.

Nach Angaben der Knappschaft haben sich inzwischen mehr als 30 Krankenhäuser für eine Einführung von eBI entschieden. Mehr als 80 000 Versicherte hätten die Vorteile der Datenbereitstellung bereits für sich erkannt und ihr Einverständnis zur Nutzung ihrer Daten gegeben, so die Krankenkasse. KBr

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