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Einblicke: Sindy Schmidt (35), Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

PP 13, Ausgabe August 2014, U3

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Foto: Murat Türemis
Foto: Murat Türemis

Sindy Schmidt (35), Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (KJP), ist seit 2011 in Reichenbach im Vogtland, Sachsen, niedergelassen. Die Sozialpädagogin mit verhaltenstherapeutischer Zulassung und traumatherapeutischer Zusatzqualifizierung ist die einzige KJP in der knapp 20 000 Einwohner großen Kreisstadt.

Was mögen Sie am meisten an Ihrem Beruf?

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Die Arbeit mit den Kinden und Jugendlichen ist sehr kreativ und abwechslungsreich. Sie sind für vieles zu begeistern, das ist toll. Man kann den Zugang zu ihnen über Märchen finden, über Handpuppen oder Spielzeug. Und Veränderungen führt man bei Kindern und Jugendlichen häufig schneller herbei als bei Erwachsenen.

Wenn Sie gesundheitspolitisch etwas verändern könnten . . .?

Dann würde ich mir wünschen, dass sich hier noch ein KJP niederlassen könnte. Der Druck, zeitnah einen Termin vergeben zu können, ist enorm. Ich habe Wartezeiten von ungefähr einem halben Jahr und würde gerne abgeben. Ich versorge ja nicht nur Reichenbach, sondern auch das ganze Umland.

Wie gehen Sie damit um?

Manchen kann ich zumindest zeitnah ein erstes Gespräch anbieten mit dem Hinweis auf die Wartezeit. Anderen empfehle ich, sich an unsere Erziehungsberatungsstelle im Ort zu wenden. Wenn es ganz akut zu sein scheint, spreche ich mit den Eltern den Weg in die nächste Klinik in Zwickau oder Rodewisch durch. Aber der Versorgungsmangel ist hier überall spürbar, nicht nur bei den Psychotherapeuten, auch bei den Ärzten . . .

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