ArchivDeutsches Ärzteblatt PP8/2014Arbeitswelt: Mehr Schutz vor psychosozialen Risiken

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Arbeitswelt: Mehr Schutz vor psychosozialen Risiken

PP 13, Ausgabe August 2014, Seite 341

Hillienhof, Arne

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Mitarbeiter in Callcentern sind besonderen psychischen Belastungen ausgesetzt. Foto: Fotolia/Michael Schütze
Mitarbeiter in Callcentern sind besonderen psychischen Belastungen ausgesetzt. Foto: Fotolia/Michael Schütze

Die Arbeitnehmer in Deutschland sind weiterhin vor psychosozialen Risikofaktoren am Arbeitsplatz nur unzureichend geschützt. Das zeigt eine neue Studie der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) zusammen mit der Universitätsklinik Freiburg. Deutschland habe den Schutz vor psychosozialen Risiken am Arbeitsplatz lange vernachlässigt. Dabei nehmen die Fehltage aufgrund von psychischen Erkrankungen quer durch alle Branchen zu, kritisiert die DGPPN. Eine andauernde Überforderung am Arbeitsplatz könne bei der Entstehung und bei der Aufrechterhaltung psychischer Erkrankungen von Bedeutung sein.

Ende 2013 hatte der Gesetzgeber die Gefährdungsbeurteilung auch bezüglich psychischer Belastungen im Arbeitsschutzgesetz aufgenommen. Allerdings seien die Vorgaben an den Arbeitgeber zur Umsetzung kaum verbindlich geregelt. Wer als Arbeitgeber die Gefährdungsbeurteilung bei psychosozialen Risikofaktoren vernachlässige oder gar nicht vornehme, habe nicht mit Konsequenzen zu rechnen, kritisiert die Fachgesellschaft und fordert, psychosoziale Risikofaktoren in der Arbeitswelt stärker zu berücksichtigen. „Es braucht verbindliche Regelungen unter Beteiligung von Sicherheitsfachkräften und Arbeitsmedizinern mit entsprechender Qualifikation.“ hil

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