ArchivDeutsches Ärzteblatt PP8/2014Verliebtheit: Ambivalentes Gefühl
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Obwohl Tillmann Moser ein wichtiges Thema aufgreift, hinterlässt die Beschreibung seines körpertherapeutischen Vorgehens ein überaus ambivalentes Gefühl. Behandlungstechnisch wird hier einem handlungsorientiert-konkretistischen Vorgehen das Wort geredet und dem notwendigerweise mühsamen Prozess der Symbolisierung zugunsten einer unmittelbaren Befriedigung der Wünsche von Patientin und Analytiker der Vorzug gegeben. Wie schon in seinen vorausgehenden Beiträgen, ist das Vorgehen des Verfassers mit meiner Vorstellung von psychoanalytischer Abstinenz nicht in Einklang zu bringen und viel zu wenig kritisch reflektiert („Körpertherapeutische Oberstufe“). Ich frage mich, weshalb die Redaktion des DÄ-PP Herrn Moser einen derart prominenten Platz in der Zeitschrift einräumt, obwohl er mit seiner körpertherapeutischen Behandlungstechnik eine überaus umstrittene Position – und damit keineswegs die Mehrzahl der PsychoanalytikerInnen – vertritt.

Dr. Jürgen Thorwart, PP, Psychoanalytiker/DGPT,
85375 Neufahrn

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