ArchivDeutsches Ärzteblatt33-34/2014KV Sachsen: Kassen zahlen für Praxisassistentinnen

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KV Sachsen: Kassen zahlen für Praxisassistentinnen

Dtsch Arztebl 2014; 111(33-34): A-1391 / B-1199 / C-1143

Ollenschläger, Philipp

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Ab dem dritten Quartal 2014 kann jeder Hausarzt in Sachsen eine Praxisassistentin beschäftigen. Darauf haben sich die sächsischen Krankenkassen und die Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS) im Rahmen der Verhandlungen über die Gesamtvergütung geeinigt. Die Assistentinnen sollen Hausärzte außerhalb der Praxis entlasten, insbesondere bei der Behandlung chronisch kranker Patienten. Zudem übernehmen sie künftig Hausbesuche, bei denen ein direkter Arztkontakt medizinisch nicht erforderlich ist.

Zur Erlangung der Zusatzqualifikation müssen die Praxisassistentinnen je nach Berufserfahrung zwischen 150 und 200 theoretische Fortbildungsstunden, 20 bis 50 praktische Fortbildungsstunden sowie einen Kurs zum Notfallmanagement von 20 Stunden absolvieren. Die Ausbildung wird von der Sächsischen Lan­des­ärz­te­kam­mer angeboten.

Nach Einschätzung der KVS wird sich das finanzielle Volumen für die Praxisassistentinnen im sechsstelligen Bereich pro Jahr bewegen. Es sei abhängig von der Anzahl der beantragten und genehmigten Praxisassistentinnen sowie von der Anzahl der Besuche bei den Patienten. Es gelten Pauschalen von 17 Euro für den ersten und 12,50 Euro für einen weiteren Besuch, teilte Jan Kaminsky, Hauptgeschäftsführer der KVS, mit. Gemeinsam mit den Krankenkassen plane die KVS eine begleitende Evaluation. Die Praxisassistentinnen kommen flächendeckend zum Einsatz. Auch in Praxen bereits beschäftigte Mitarbeiterinnen können sich in einer mehrmonatigen Fortbildung zur Praxisassistentin ausbilden lassen. Ziel sei es, die Hausärzte durch qualifizierte unterstützende Leistungen zeitlich nachhaltig zu entlasten und eine verbesserte Versorgung der Versicherten zu erreichen, teilten die Kassen und die KVS mit. Ol

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