ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2014Einblicke: Bettina Gräntzel (45), Verhaltenstherapeutin

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Einblicke: Bettina Gräntzel (45), Verhaltenstherapeutin

PP 13, Ausgabe September 2014, U3

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Foto: Murat Türemis
Foto: Murat Türemis

Bettina Gräntzel (45), ist als Verhaltenstherapeutin im vogtländischen Netschkau, OT Foschenroda in Sachsen niedergelassen. Sie schaut „über den Tellerrand“ und arbeitet auch systemisch und gestalttherapeutisch. Ihre Praxis liegt ländlich-idyllisch auf dem eigenen Hof, den sie zusammen mit ihrem Mann eigenhändig saniert hat und noch saniert.

Was mögen Sie an Ihrem Beruf am meisten?

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Die durch die Therapie initiierten Veränderungen, die manchmal wie kleine Wunder erscheinen. Und dann die Vielseitigkeit des Berufes: Ich kann aktiv sein oder mich auch ein bisschen zurücknehmen. Ich kann Rollenspiele durchführen, Entspannungstherapie anbieten, sehr rational mit kognitiven Verfahren oder sehr anschaulich mit Symbolen oder Aufstellungen arbeiten.

Was mögen Sie weniger?

Umwandlungs- und Fortführungsanträge schreiben, während ich Patienten bis zu einem halben Jahr vertrösten muss. Männer mit Sexualstörungen zu behandeln, finde ich auch schwierig und verweise dann lieber an männliche Therapeuten in der Umgebung.

Wenn Sie berufspolitisch etwas verändern könnten . . .?

Dann würde es wahrscheinlich die Zuweisungspraxis der Kassenärztlichen Vereinigungen sein. Freigewordene Psychiater-Sitze im ländlichen Raum konnten nicht wieder besetzt werden, da diese in die größeren Städte vergeben wurden und die Patienten somit weite Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen.

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