ArchivDeutsches Ärzteblatt PP9/2014Patientensicherheit: Klarstellung erforderlich
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Leider hat PP unkommentiert die Inhalte eines „stern“-Titelberichts über die Beratungskompetenz „alternativmedizinisch tätiger“ Ärzte und Heilpraktiker übernommen. Der Bericht war offensichtlich von Anfang an auf eine skandalträchtige Enthüllung angelegt. Wer bei Google Suchbegriffe wie „Krebs alternativ heilen“ eingibt oder überhaupt nach „alternativen Heilmethoden“ bei Brustkrebs sucht, erhält auch die intendierten Ergebnisse. Aus naturheilkundlicher Sicht kommen bei Krebs keine alternativen, sondern nur komplementäre Methoden infrage, wobei bei dem Wort „Heilung“ größte Zurückhaltung angebracht ist. Die von den befragten Therapeuten angebotenen Behandlungsverfahren sind zum großen Teil äußerst dubios und mit den Inhalten der ärztlichen Zusatzweiterbildung „Naturheilverfahren“ nicht in Einklang zu bringen.

Es wäre seitens des DÄ eine Klarstellung nötig gewesen, dass die ausgewählten Ärzte keineswegs als repräsentativ für weitergebildete Naturheilkunde-Ärzte gelten können. Verantwortliche Naturheilkundler nehmen die Therapieangebote der konventionellen Krebsmedizin sehr ernst und versuchen, Verfahren der Naturheilkunde zusätzlich einzusetzen, um die Wirkung der notwendigen Therapien zu unterstützen oder deren Nebenwirkungen zu minimieren . . .

Dr. med. Sabine Beutner, Dr. med. Axel Wiebrecht, Berufsverband der Ärzte für Naturheilverfahren Deutschlands (BAEN-D), 12161 Berlin

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