ArchivDeutsches Ärzteblatt37/2014Große Zahlen machen keine große Wissenschaft
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Die präsentierten Daten zur zeitlichen Entwicklung sind im wesentlichen in Tabelle 1 aufgeführt. Jeder Zweijahreszeitraum repräsentiert eine andere Grundgesamtheit, sodass ein Vergleich ohne detaillierten Nachweis der Homogenität der verglichenen Gruppen der Intensivstationen und operativen Abteilungen gar nicht zulässig ist.

Aus statistischer Sicht: Es liegen sich ändernde Grundgesamtheiten vor; deren Ähnlichkeit könnte auf der Grundlage der KISS-Daten zumindest plausibel gemacht werden, worauf die Autoren jedoch verzichten. Stutzig geworden bin ich bei einem jeweils unter 10 % liegenden Anstieg der nachgewiesenen S.-aureus-Infektionen von 2007/2008 nach 2011/2012 bei gleichzeitigem Anstieg der Zahl der beteiligten Institutionen um etwa 38 % beziehungsweise 57 %. Hier haben sich offensichtlich massive Verschiebungen ergeben, die keine Beachtung finden; stattdessen werden geringfügige Änderungen des Anteils nosokomialer Infektionen vorgestellt, die man angesichts der fehlenden Hintergrundinformationen nicht sinnvoll beurteilen kann.

DOI: 10.3238/arztebl.2014.0615b

Dr. med. Andreas Heer-Sonderhoff

Diakoniekrankenhaus Friederikenstift, Hannover

a.s.sonderhoff@gmx.de

Interessenkonflikt

Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Meyer E, Schröder C, Gastmeier P, Geffers C: The reduction of nosocomial MRSA infection in Germany—an analysis of data from the Hospital Infection Surveillance System (KISS) between 2007 and 2012. Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 331–6.
VOLLTEXT
1.Meyer E, Schröder C, Gastmeier P, Geffers C: The reduction of nosocomial MRSA infection in Germany—an analysis of data from the Hospital Infection Surveillance System (KISS) between 2007 and 2012. Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 331–6.
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