ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPRAXiS 3/2014Urteil zu ärztlicher Therapiefreiheit

Supplement: PRAXiS

Urteil zu ärztlicher Therapiefreiheit

Dtsch Arztebl 2014; 111(38): [3]

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  • Wenn Ärzte andere Behandlungsmethoden anwenden als die Standardtherapie, ohne ihre Patienten darauf hinzuweisen, ist das ein Behandlungsfehler. Darauf verweist der Medizinrechtsanwälte e.V. mit Blick auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamm vom 25. Februar 2014 (Az.: 26 U 157/12). Als grob gilt der Fehler, wenn sich der Patient bereits für die Standardtherapie entschieden hatte.

Im vorliegenden Fall hatte ein Arzt die Hautkrebserkrankung eines Patienten mit einer photodynamischen Therapie behandelt. Zuvor hatte der Patient die Standardtherapie gewünscht: den Tumor operativ zu entfernen. Der Arzt hatte den Patienten nicht darüber informiert, dass bei der photodynamischen Therapie die Gefahr eines Rezidivs erhöht ist.

„Grundsätzlich darf jeder Arzt nach eigenem medizinischen Ermessen die Therapie wählen“, erläutert Dr. jur. Britta Specht, Vorstandsvorsitzende des Medizinrechtsanwälte e.V. „Weicht er dabei jedoch von der Standardtherapie ab, muss er dies nachvollziehbar begründen können und den Patienten darüber aufklären.“ Das Medizinrechts-Netz bietet ratsuchenden Patienten und Ärzten die Möglichkeit zu einem für sie kostenfreien juristischen Orientierungsgespräch (www.medizinrechts-beratungsnetz.de). EB

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