ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPRAXiS 3/2014Radiofrequenzablation bei Metastasen

Supplement: PRAXiS

Radiofrequenzablation bei Metastasen

Dtsch Arztebl 2014; 111(38): [30]

EB

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  • Viele Tumorpatienten entwickeln im Laufe ihrer Erkrankung schmerzhafte Wirbelsäulenmetastasen, die den Wirbel zerstören. Zusätzlich zur Schmerzmittelgabe behandeln Ärzte solche Tumoren zumeist mit einer mehrwöchigen Strahlentherapie. Bisher galt die operative Entfernung von malignen Tumoren in der Wirbelsäulenchirurgie als unbefriedigend, zumal die komplexe Struktur der Wirbelsäule schonende Verfahren erschwert.
Foto: DFINE
Foto: DFINE

Mit dem von DFINE entwickelten navigierbaren „Star Tumor-Ablationssystem“ lassen sich Wirbelkörpermetastasen mittels Hitze beseitigen und abladieren. Durch ein spezielles Instrument und aufgrund der schnellen Wirkung von Radiofrequenzenergie dauert der Eingriff nur wenige Minuten. Funktionell kombiniert die Methode zwei Schritte: Zunächst zerstören die Ärzte punktuell mittels der Radiofrequenzenergie das bösartige Tumorgewebe im Wirbelkörper, ohne dabei die empfindlichen Nachbarstrukturen zu gefährden. Dann füllen sie die entstandene Lücke mit einem zähflüssigen Knochenzement („StabiliT® ER2“) wieder auf. Die Vorteile für Patienten: Bei dem minimalinvasiven Eingriff werden Knochentumoren präzise zerstört. Durch die schonende Vorgehensweise und die kurze Behandlungsdauer stellt sich eine schnelle Schmerzverringerung ein, ohne dass dadurch die Chemotherapie beeinflusst wird. Dies erhöht die Lebensqualität der Betroffenen.

In den USA ist das System bereits als Medizinprodukt zur Therapie spinaler Tumoren durch Hitzeablation zugelassen. Mehr als 700 Patienten wurden dort in circa 150 Zentren behandelt. Mit der CE-Kennzeichnung steht das Verfahren jetzt auch Patienten in Deutschland zur Verfügung. EB

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