ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2014Operationszeitpunkt bei Hodenhochstand

MEDIZIN: Originalarbeit

Operationszeitpunkt bei Hodenhochstand

Retrospektive multizentrische Auswertung

The timing of surgery for undescended testis—a retrospective multicenter analysis

Dtsch Arztebl Int 2014; 111(39): 649-57; DOI: 10.3238/arztebl.2014.0649

Hrivatakis, Georg; Astfalk, Wolfgang; Schmidt, Andreas; Hartwig, Andreas; Kugler, Thomas; Heim, Thomas; Clausner, Axel; Frunder, Albrecht; Weber, Harduin; Loff, Steffan; Fuchs, Joerg; Ellerkamp, Verena

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hintergrund: Bei Hodenhochstand wird aufgrund möglicher Fertilitätsstörungen und eines erhöhten Hodenkarzinomrisikos in Deutschland eine Operation zwischen dem 6. bis 12. Lebensmonat empfohlen. Obwohl die entsprechenden Leitlinien diesen Operationszeitpunkt bereits seit 2007 empfehlen, scheint immer noch häufig in höherem Lebensalter operiert zu werden.

Methode: Aus sieben kinderchirurgischen Therapieeinheiten in Baden-Württemberg wurden retrospektiv die Daten aller Jungen analysiert, die von 2009 bis 2012 eine Orchidopexie erhielten. Bezüglich des Operationszeitpunktes erfolgte eine Zuordnung zu den Altersgruppen I (OP vor Abschluss 1. Lebensjahr), II (OP zwischen 1. und 2. Lebensjahr) und III (OP nach Vollenden des 2. Lebensjahres). Darüber hinaus wurde die Durchführung einer präoperativen Hormontherapie untersucht. Es wurde zwischen Patienten mit sekundärem und primärem Hodenhochstand unterschieden.

Ergebnisse: Von 2 213 orchidopexierten Jungen hatten 1 850 einen primären und 363 einen sekundären Hodenhochstand. Von den Patienten mit primärem Hodenhochstand fielen 18,7 % (95-%-Konfidenzintervall [95-%-KI]: 17–20,6 %) der Gruppe I, 24,4 % (95-%-KI: 22,5–26,5 %) der Gruppe II und 57 % (95-%-KI: 54,6–59,2 %) der Gruppe III zu. Ein geringer Teil aller drei Altersgruppen erhielt zusätzlich eine präoperative Hormontherapie. Es bestand im zeitlichen Verlauf ein Trend zu früherer Orchidopexie. Im Jahr 2012 wurden 28 Jungen (14,2 %, 95-%-KI: 9,7–20,0 %) in Praxen und 68 Jungen in Kliniken (40,7 %, 95-%-KI: 33,2–48,6 %) innerhalb der ersten zwölf Lebensmonate operiert.

Schlussfolgerung: Im untersuchten Kollektiv wurde in den meisten Fällen später als empfohlen operiert. Im internationalen Vergleich ist die leitliniengerechte Behandlung bei Hodenhochstand vergleichsweise gut. Vergleichbare internationale Studien zeigen ähnlich schlechte bis schlechtere Ergebnisse.

LNSLNS

Bei Geburt besteht bei 1,8 bis 8,4 % aller Jungen ein primärer Hodenhochstand (1, e1e9), bei Frühgeborenen bei bis zu 30 % (2, e10). Bis zum dritten Lebensmonat sinkt diese Rate auf 0,8 bis 1,3 % (e11). Danach ist ein spontaner Descensus testis unwahrscheinlich (e10, e12). Eine fragliche Inzidenzsteigerung seit den 1950er Jahren wird kontrovers beurteilt (1, e3, e5).

Vom primären ist der sekundäre Hodenhochstand abzugrenzen. Bei letzterem sind die Hoden primär anatomisch korrekt intraskotal positioniert und ascendieren aufgrund eines inadäquaten Längenwachstums, retinierender fibröser Anteile des Funiculus spermaticus oder anderer Faktoren (e13).

Eine viel diskutierte Spätfolge bei primärem Hodenhochstand sind mögliche Alteration der Fertilität im Erwachsenenalter: Physiologische skrotale Temperaturen um 33 °C bedingen durch hormonelle Veränderungen eine Reifung der Gonozyten zu adulten Spermatogonien (Ad Spermatogonien) – den Pool für die spätere Spermatogenese (3, e14, e15). Besteht eine Fehllage des Hodens, kommt es zu einer Persistenz von Gonozyten und Ausreifungsstörungen der Spermatogonien (4). Ähnliche, qualitativ schwächer ausgeprägte histologische Veränderungen wurden auch am kontralateralen, orthotopen Hoden nachgewiesen (e16). Als Resultat dieser morphologischen Entwicklungsstörung werden in etlichen Studien verschiedene Parameter einer möglichen Fertilitätsalteration beschrieben:

  • reduziertes Hodenvolumen oder -wachstum (e17e19),
  • veränderte histomorphologische Aspekte (5, e14, e20e22),
  • veränderte Samenqualität (e23e27).

In einer Metaanalyse wurde übereinstimmend ein positiver Einfluss eines frühen Operationszeitpunktes auf die erfassten Fertilitätsparameter beschrieben (6). Relativierend sollte hier aufgeführt werden, dass in einer Cochrane Analyse nur bei Männern nach bilateralem Hodenhochstand die Paternität – als direktes Zeichen der Fertilität – im Vergleich zur Normalbevölkerung deutlich eingeschränkt war. Bei unilateralem Hodenhochstand wurde dies jedoch nicht nachgewiesen (7). Bereits 1975 wurde ein günstiger Einfluss einer frühen Orchidopexie auf die Fertilität bei Jungen mit einseitigem Hodenhochstand vor dem 2. Geburtstag beschrieben (e24). Jüngere Studien konnten diesbezüglich einen Vorteil einer Orchidopexie im Alter von neun Monaten versus drei Jahren belegen (8, e28, e29). Eine einzige Studie, die keinen Vorteil einer frühen Operation zeigte, ist durch eine geringe Fallzahl limitiert (e30).

Neben der Orchidopexie wird von einigen Autoren eine zusätzliche präoperative Hormontherapie mit „gonadotropin-realising-hormone“ (GnRH) (intranasal) und/oder humanem Choriongonadotropin (hCG, intramuskulär) favorisiert (9). Die Therapie mit GnRH-Analoga verbessert einigen Arbeiten zufolge den Fertilitätsindex, während hCG in einigen Fällen einen weiteren testikulären Descensus auch nach dem 6. Lebensmonat induziere und sich günstig auf die histomorphologischen Veränderungen der Hoden auswirke (9, 10; e31). Aufgrund möglicher Nebenwirkungen mit eventuellen nachhaltigen Schäden am Hodengewebe (11, 12, e32) und der Gefahr eines weiteren zeitlichen Aufschiebens der erforderlichen Operation wird die Hormontherapie nicht mehr generell empfohlen (13).

Neben möglichen Fertilitätseinschränkungen existieren etliche Studien zu einem erhöhten Risiko für die Entwicklung eines Hodenkarzinoms: Mögliche Ursache sind persistierende Gonozyten mit pluripotenten Stammzelleigenschaften, die das Entstehen eines Carcinoma in situ (CIS) bedingen könnten (e33). Die Inzidenz des Hodenkarzinoms wird für westliche Populationen mit 3,8 bis 7,8 pro 100 000 Männer beziffert (e34). Damit macht dieser seltene Tumor nur circa 1 % aller malignen Neoplasien aus (e35). Allerdings ist das Hodenkarzinom die häufigste maligne Erkrankung bei jungen Männern im Alter von 15 bis 34 Jahren (e36). In der Zusammenschau relevanter Studien hatten Männer mit einem Hodenhochstand in der Anamnese ein 1,5- bis 7,5-faches Risiko für ein Hodenkarzinom im Vergleich zur Normalbevölkerung (6). Bei Orchidopexie nach dem 10. Lebensjahr steigt dieses Risiko auf das 2,9- bis 32-fache (6, 14). Eine Kontroverse besteht bei der Frage, ob eine Orchidopexie vor dem 10. Lebensjahr dieses zusätzliche Risiko komplett eliminiert oder lediglich auf das maximal 2,6-fache der Normalbevölkerung verringern kann (6, 15, 40, e37). Sicher ist jedoch die bessere Früherkennung eines Hodentumors bei skrotaler Lage und der Möglichkeit zur Selbstuntersuchung (40).

Anhand dieser wachsenden Erkenntnisse bezüglich möglicher Spätfolgen nach Hodenhochstand sind nationale und internationale Therapieempfehlungen hinsichtlich des idealen Operationszeitpunktes stets aktualisiert worden. Ein Cochrane Review ist in Arbeit (e38). In Deutschland gilt seit 2009 die Empfehlung der AWMF-Leitlinie, die operative Therapie bis zum Abschluss des ersten Lebensjahres durchzuführen (e39). In der vorliegenden Arbeit wurde im Rahmen einer retrospektiven Multicenterstudie von kinderchirurgischen Therapieeinheiten in Baden-Württemberg die Umsetzung der AWMF-Leitlinie nachvollzogen. Darüber hinaus erfolgte ein Vergleich mit verfügbaren Daten aus anderen Nationen.

Material und Methoden

Fünf kinderchirurgische Praxen (Reutlingen, Stuttgart, Tübingen, Ulm) mit jeweils ambulanter OP-Einheit sowie zwei kinderchirurgische Klinikabteilungen (Stuttgart, Tübingen) werteten retrospektiv die Daten aller operierten Jungen mit Hodenhochstand von 2009 bis 2012 aus (spezifischer Diagnosecode eines nicht deszendierten Hodens, definiert anhand der Internationalen statistischen Klassifikation von Krankheiten, 10. Revision, Deutsche Modifikation ICD-10-G, sowie spezifischer Operationen- und Prozedurenschlüssel [OPS] für eine chirurgische Behandlung für Hodenhochstand). Erfasst wurden das Vorliegen eines primären oder sekundären Hodenhochstandes, die betroffene Seite sowie die Durchführung einer präoperativen Hormontherapie (beta-hCG, GnRH-Analoga oder Kombination aus beiden). Angelehnt an bestehende Leitlinien mit einer Empfehlung für eine OP im Alter von < 12 beziehungsweise < 24 Monaten erfolgte eine Zuordnung nach Alter bei Orchidopexie in eine der folgenden drei Gruppen: < 12 Monate, 12–24 Monate, > 24 Monate. Ein Ethikvotum von der Ärztekammer Baden-Württemberg für diese Studie liegt vor. Die statistische Auswertung erfolgte mit JMP 10.0.2. Die Gruppengrößen wurden in Prozent mit Konfidenzintervall (95-%-KI) angegeben. Trends wurden mittels Chi-Quadrat-Test nach Pearson (Signifikanzniveau α = 5 %) berechnet. Es erfolgte eine logistische Regressionsanalyse zu den Variablen Operationsjahr und Therapie in Klinik oder Praxis. Die Ergebnisse wurden verglichen mit Daten aus anderen nationalen Erfassungen zu Orchidopexiezeitpunkten. Dazu erfolgte eine gezielte Literaturrecherche in PubMed, World of Science (WoS), Cochrane Library zu englisch- und deutschsprachigen Veröffentlichungen (Stichworte: „orchidopexy“ und „cryptorchidism“ und/oder „undescended testis“ und „age“ oder „timing“). Dabei wurden sämtliche Studien berücksichtigt, die Patientenkohorten (mindestens 80 Patienten) über eine definierte zeitliche Periode mit Jahrgängen ab 1990 und Daten zum Alter bei Orchidopexie angaben.

Ergebnisse

Eigene Daten

Ergebnisse der Multicenterstudie
Ergebnisse der Multicenterstudie
Tabelle 1
Ergebnisse der Multicenterstudie

Eine Übersicht über die erhobenen Daten bietet Tabelle 1. Über die untersuchten Jahre erfolgten signifikant weniger Orchidopexien bei primärem Hodenhochstand (p ≤ 0,001) und mehr bei sekundärem Hodenhochstand (p ≤ 0,001). Insgesamt zeigt sich ein Trend zu früheren Orchidopexien (p ≤ 0,001). In den Kliniken (p = 0,0026) war dies im Vergleich zu den Praxen (p = 0,05) signifikant im Chi-Quadrat-Test (Grafik 1). Im Vergleich der Kliniken mit den Praxen bestand hinsichtlich einer Hormontherapie kein signifikanter Unterschied. Die logistische Regressionsanalyse zum Einfluss des fortlaufenden Jahres (2009–2012) sowie der Therapie in Klinik oder Praxis ergab einen positiven Effekt auf die rechtzeitige Operation durch die Parameter Jahr (2012 > 2011 > 2010 > 2009, p = 0,0002) und Behandlung in einer Klinik (p ≤ 0,0001). Von den Jungen mit sekundärem Hodenhochstand (n = 363) erhielten 44 (12 %, 95-%-KI: 9–15,9 %) Kinder eine präoperative Hormontherapie.

Unterschiede zwischen a) Praxis und b) Klinik in Bezug auf den Anteil der Orchidopexien pro Altersgruppe
Unterschiede zwischen a) Praxis und b) Klinik in Bezug auf den Anteil der Orchidopexien pro Altersgruppe
Grafik 1
Unterschiede zwischen a) Praxis und b) Klinik in Bezug auf den Anteil der Orchidopexien pro Altersgruppe

Literaturrecherche

Eine Übersicht der vorliegenden Daten aus insgesamt 17 Studien zeigt Tabelle 2 (1531). Folgende Parameter zur Therapie bei Hodenhochstand wurden aufgeführt:

Alter bei Orchidopexie: internationaler Vergleich
Alter bei Orchidopexie: internationaler Vergleich
Tabelle 2
Alter bei Orchidopexie: internationaler Vergleich
  • mittleres Alter bei Erstvorstellung mit Hodenhochstand (n = 4) (16, 19, 27, 28)
  • mittleres Alter bei Orchidopexie (n = 11) (15, 16, 18, 20, 23, 2527, 30, 31)
  • Angaben zu Trends zu früherem Operieren (n = 9) (15, 1720, 22, 25, 29, 31)
  • prozentuale Anteile der Patienten, die vor dem ersten (n = 6) beziehungsweise dem zweiten Lebensjahr (n = 12) operiert wurden (15, 2026, 2831)
  • Korrelation mit Variablen, die eine frühere oder spätere Operation zu bedingen scheinen (n = 7) (16, 18, 20, 22, 24, 25, 28)
  • prozentuale Anteile der Patienten, die eine Hormontherapie erhielten (n = 2) (21, 29)

In 14 Studien wurde nicht zwischen primärem und sekundärem Hodenhochstand unterschieden. Vermehrte Orchidopexien um das etwa 7. bis 11. Lebensjahr wurden in drei Studien beschrieben (22, 24, 25). Eine Studie schloss Fälle von sekundärem Hodenhochstand indirekt aus, indem sie Orchidopexien bei Kindern über fünf Jahren nicht einbezog (28). Eine Studie gab bei Orchidopexiealter und dem Alter bei Erstvorstellung nur den Median an, und wurde bei der Auswertung nur eingeschränkt berücksichtigt (24).

Das mittlere Alter bei Orchidopexie (Grafik 2a) liegt bei den meisten Studien zwischen 42 und 67 Monaten (16, 1820, 23, 2527, 30, 31), deutlich bessere Ergebnisse berichtet eine Arbeit aus Italien (21). Bezogen auf das mittlere Alter bei Erstvorstellung wird in drei von vier Studien ein sehr spätes Durchschnittsalter berichtet (16, 19, 27, 28). Im Vergleich der verfügbaren Studien zum Anteil der Orchidopexien unter 24 Monate und unter 12 Monate (Grafik 2c und d) ist ein Trend zu früheren Operation abzusehen.

Internationaler Vergleich im Bezug auf durchschnittliches Alter bei Orchidopexie (a), durchschnittliches Alter bei Erstvorstellung (b) sowie Anteile der Orchidopexien unter 12 (c) und unter 24 (d) Monate.
Internationaler Vergleich im Bezug auf durchschnittliches Alter bei Orchidopexie (a), durchschnittliches Alter bei Erstvorstellung (b) sowie Anteile der Orchidopexien unter 12 (c) und unter 24 (d) Monate.
Grafik 2
Internationaler Vergleich im Bezug auf durchschnittliches Alter bei Orchidopexie (a), durchschnittliches Alter bei Erstvorstellung (b) sowie Anteile der Orchidopexien unter 12 (c) und unter 24 (d) Monate.

Eine Hormontherapie wurde in 31 % (40 von 127 Patienten) (21) beziehungsweise in 27,5 % (35 von 127 Patienten) (29), in der eigenen Studie in 21,0 % (95-%-KI: 19,3–22,8) durchgeführt; das Durchschnittsalter zu Beginn der Hormontherapie lag dabei deutlich über zwölf Monaten. Die möglichen Variablen, die mit einer früheren oder späteren Operation korrelieren, sind in Tabelle 2 aufgeführt.

Diskussion

Während der letzten Dekaden wurde in sämtlichen medizinischen Empfehlungen das Orchidopexiealter heruntergesetzt. So vertrat 1975 die American Academy of Pediatrics (AAP) noch die Ansicht, die Operation bei primärem Hodenhochstand im Alter von vier bis sechs Jahren vorzunehmen (32). Nachdem evident wurde, dass die histologischen Veränderungen am Hodengewebe nicht angeboren sind, sondern sich erst nach dem 6. Lebensmonat entwickeln (33), favorisierte die AAP 1996 die Orchidopexie „um das erste Lebensjahr“ (34). Verglichen mit der amerikanischen Leitlinie vollzog sich dieser Wandel in Europa und Skandinavien erst später: 1999 empfahl die erste deutsche AWMF-Leitlinie eine Orchidopexie bis zum Abschluss des 2. Lebensjahres (e40). 2001 folgte diesem Vorbild die European Association of Urologists (35). 2007 wurden die Empfehlungen des Nordic Consensus aktualisiert mit Favorisierung eines frühzeitigen Operationszeitpunktes zwischen dem 6. bis 12. Lebensmonat (36). Die LL der AWMF wurde entsprechend ab 2007 angeglichen, erste Verweise auf eine Befürwortung einer frühzeitigen Operation beziehen sich auf eine wohl inoffizielle Vorabversion der LL von 2008 (e44); die offizielle Verabschiedung durch die deutschen Fachgesellschaften und Publikation erfolgte dann 2009 (e39).

In Deutschland erschienen bereits 2005 mehrere Arbeiten zu dem Thema, die sich an den Empfehlungen der AAP von 1996 orientierten (2, e41e43). Darüber hinaus erschienen im Deutschen Ärzteblatt wie auch in regionalen Ärzteblättern weitere Veröffentlichungen, um das Bewusstsein für eine rechtzeitige Therapie in sämtlichen betroffenen Fachdisziplinen zu schärfen (29, e24, e44e55).

Die tatsächliche Umsetzung dieser Empfehlungen wurde weltweit in Studien analysiert. Die bisher verfügbaren deutschen Daten einer retrospektiven Singlecenterstudie von 2002 bis 2004 ergaben, dass mehr als 80 % der Fälle jenseits des zweiten Lebensjahres operiert wurden (29). Aufgrund der geringen Fallzahl wurde die Repräsentativität der Studie jedoch angezweifelt (e54). Im Vergleich zu den Daten von 2002 bis 2004 zeigen die aktuellen Daten der Autoren von 2009 bis 2012 etwas bessere Verhältnisse: 18,7 % (95-%-KI: 17–20,6) wurden leitliniengerecht vor dem ersten Lebensjahr orchidopexiert, jenseits des zweiten Lebensjahres wurden noch 57 % (1 053 von 1 850 Patienten, 95-%-KI: 54,6–59,2) operiert. Eine positive Einflussgröße für frühere Orchidopexien war die Behandlung in einer Klinik. Möglicher und sinnvoller Grund hierfür kann eine bevorzugte Überweisung besonders junger Kinder in Kliniken mit entsprechend besserer kinderanästhesiologischer Infrastruktur sein.

Im internationalen Vergleich mit verfügbaren Daten zeigt sich ein deutlicher Anstieg der Orchidopexien unter 24 und auch unter 12 Monaten (Grafik 2c, d). Die erhobenen Daten der eigenen Studie sind dabei führend bezüglich des Anteils derjenigen, die unter 12 Monaten operiert werden, möglicherweise auch, weil hier zwischen primärem und sekundärem Hodenhochstand unterschieden wurde. Allerdings sind die Anteile der unter 12 Monate alten Operierten insgesamt in allen Studien sehr niedrig.

Im Vergleich des durchschnittlichen Alters bei Orchidopexie berichten acht Studien aus vergleichbaren Zeiträumen über Durchschnittsalter zwischen 45 bis 62 Monaten (16, 1820, 23, 2527). Nur eine Studie vermerkt ein vergleichsweise niedrigeres Durchschnittsalter von 22,8 Monaten (21). Eine denkbare Erklärung dafür ist ein möglicher Bias aufgrund der Erhebung der Daten: Diese erfolgte mittels freiwillig auszufüllender Online-Fragebögen an niedergelassene Pädiater und nicht als Auswertung einer repräsentativen Gesamtkohorte eines Zeitraums. Eine weitere Arbeit liefert ebenfalls überdurchschnittlich gute Ergebnisse mit 87 % (1 192 von 1 365 Patienten) der Orchidopexien bei unter 18 Monate alten Jungen. Basis dieser Untersuchung waren die Daten einer privaten Kran­ken­ver­siche­rung. Aus der Studie ausgeschlossen wurden unter anderem Patienten mit niedrigem Geburtsgewicht, Frühgeburtlichkeit und Orchidopexien nach dem fünften Lebensjahr, so dass auch hier keine repräsentative Gesamtkohorte ausgewertet wurde (28). Verschiedene Variablen, die eine frühere Operation begünstigen (Tabelle 2) sind insgesamt inkongruent. Eine Verbesserung der Versorgung ist in erster Linie durch die behandelnden Ärzte zu erreichen.

Die Durchführung einer Hormontherapie wurde nur in zwei Studien erfasst. Ähnlich wie in den eigenen Ergebnissen erhielt ein relevanter Anteil der Kinder diese erst nach dem ersten Lebensjahr oder postoperativ (21, 29). Dies spiegelt den niedrigen Stellenwert der Hormontherapie in der praktischen Anwendung wider. Während im Nordic Consensus (36), den Schweizer Leitlinien (e56) und anderen internationalen Empfehlungen (37, e60) eine präoperative Hormontherapie keinen Stellenwert mehr besitzt, wurde sie in der European Association of Urologists (2001) und in den AWMF-Leitlinien von 1999 und 2007 als Ergänzung zur Orchidopexie empfohlen (35, e39, e40). In der aktuellen Version von 2013 wird sie als Option neben der Operation beschrieben. Von einer Hormontherapie nach Abschluss des ersten Lebensjahres wird jedoch explizit abgeraten (38).

Die Problematik, dass die Kenntnis einer medizinischen Leitlinie nicht immer zu der empfohlenen Behandlung führt, ist bekannt (39, e57). Krankheitsspezifische Vorbehalte in Bezug auf die Therapie bei Hodenhochstand können anhand der eigenen Daten nur vermutet werden. Bezüglich befürchteter chirurgischer Risiken sollte bewusst gemacht werden, dass Komplikationen durch Orchidopexien im ersten Lebensjahr (Narkosezwischenfälle, Blutung, Wundinfektion, Rezidivhodenhochstand, Hodenatrophie, Samenleiterverletzung) in kinderchirurgisch/kinderurologisch erfahrenen Abteilungen nicht häufiger sind als bei älteren Kindern (5, e58). Mögliche individuelle Einzelfallbeobachtungen eines spontanen Descensus bei primärem Hodenhochstand nach dem sechsten Lebensmonat rechtfertigen kein generelles Zuwarten. Diese Beobachtungen beruhen am ehesten auf einer differenzialdiagnostischen Unsicherheit bei der Unterscheidung zwischen Pendelhoden und Hodenhochstand (e59).

Limitationen

Eine Limitation der vorliegenden Studie besteht in der Beschränkung auf relativ nah beieinanderliegende kinderchirurgische Therapieeinheiten nur eines Bundeslandes. Derzeit liegen keine vergleichbaren Daten für die anderen 15 Bundesländer oder weitere Therapieeinheiten vor. Es besteht jedoch eine gute Vergleichbarkeit mit den internationalen Daten.

Die Arbeit verfügt über keine Daten zu Orchidopexien, die durch Urologen oder Allgemeinchirurgen durchgeführt werden. Interessanterweise wurde in einer britischen Studie nachgewiesen, dass die von Kinderchirurgen operierten Jungen signifikant jünger waren als die Operierten von Allgemeinchirurgen oder Urologen (22).

Eine weitere Limitation der vorliegenden Studie ist, dass das Alter der Patienten bei Erstvorstellung nicht erfasst wurde. In vier von fünf Studien, die hierzu eine Aussage machen, liegt das durchschnittliche Alter bei Erstvorstellung zwischen 35 und 45 Monate (16, 19, 27). Das heißt, 57,6 % (310 von 547 Patienten) sind bei der Erstvorstellung bereits älter als 12 Monate (18) (Grafik 2b). Eine Verzögerung aufseiten der chirurgischen Versorgung nach Erstvorstellung kann aber im Bezug auf die vorliegenden Daten nicht ausgeschlossen werden. Darüber hinaus ist die Studie limitiert durch die retrospektive Erfassung.

Resümee

Trotz vielfältiger nationaler und internationaler Publikationen zum idealen Zeitpunkt der Orchidopexie bei primärem Hodenhochstand und der AWMF-Leitlinienempfehlung zur Operation zwischen dem 6. bis 12. Lebensmonat seit 2009 zeigen die erhobenen Daten nur in 18,7 % der Fälle eine zeitgerechte Operation. Ähnliche Erhebungen aus anderen Ländern berichten eine vergleichbare Umsetzung der Empfehlungen.

Eine bessere und nachhaltigere Verbreitung und Anwendung der Leitlinie „Hodenhochstand“ sind offensichtlich erforderlich.

Interessenkonflikt

Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 20. 12. 2013, revidierte Fassung angenommen: 16. 6. 2014

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Verena Ellerkamp
Abteilung für Kinderchirurgie und Kinderurologie
Uniklinik Tübingen
Hoppe-Seyler-Straße 3, 72076 Tübingen
verena.ellerkamp@med.uni-tuebingen.de

Zitierweise
Hrivatakis G, Astfalk W, Schmidt A, Hartwig A, Kugler T, Heim T, Clausner A, Frunder A, Weber H, Loff S, Fuchs J, Ellerkamp V: The timing of surgery
for undescended testis—a retrospective multicenter analysis.
Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 649–57. DOI: 10.3238/arztebl.2014.0649

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit3914 oder über QR-Code

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

1.
Toledano MB, Hansell AL, Jarup L, Quinn M, Jick S, Elliott P: Temporal trends in orchidopexy, Great Britain, 1992–1998. Environ Health Perspect 2003; 111: 129–32 CrossRef MEDLINE PubMed Central
2.
Rokitansky AM: Chirurgische Therapie des Hodenhochstand. Monatsschr Kinderheilkd 2005; 153: 444–50 CrossRef
3.
Virtanen HE, Cortes D, Rajpert-De Meyts E, et al.: Development and descent of the testis in relation to cryptorchidism. Acta Paediatr 2007; 96: 622–7 CrossRef MEDLINE
4.
Hutson JM, Li R, Southwell BR, Petersen BL, Thorup J, Cortes D: Germ cell development in the postnatal testis: the key to prevent malignancy in cryptorchidism? Front Endocrinol 2012; 3: 176 CrossRef MEDLINE PubMed Central
5.
Kogan SJ, Tennenbaum S, Gill B, Reda E, Levitt SB: Efficacy of orchiopexy by patient age 1 year for cryptorchidism. J Urol 1990; 144: 508–9 MEDLINE
6.
Chan E, Wayne C, Nasr A: Ideal timing of orchiopexy: a systematic review. Pediatric surgery international 2014; 30: 87–97 CrossRef MEDLINE
7.
Lee PA, O’Leary LA, Songer NJ, Bellinger MF, LaPorte RE: Paternity after cryptorchidism: lack of correlation with age at orchidopexy. Br J Urol 1995; 75: 704–7 CrossRef MEDLINE
8.
Kollin C, Stukenborg JB, Nurmio M, et al.: Boys with undescended testes: endocrine, volumetric and morphometric studies on testicular function before and after orchidopexy at nine months or three years of age. J Clin Endocrinol Metab 2012; 97: 4588–95 CrossRef MEDLINE
9.
Kucharski P, Niedzielski J: Neoadjuvant human Chorionic Gonadotropin (hCG) therapy may improve the position of undescended testis: a preliminary report. Cent European J Urol 2013; 66: 224–8 MEDLINE PubMed Central
10.
Henna MR, Del Nero RG, Sampaio CZ, et al.: Hormonal cryptorchidism therapy: systematic review with metanalysis of randomized clinical trials. Ped Surg Int 2004; 20: 357–9 CrossRef MEDLINE
11.
Cortes D, Thorup J, Visfeldt J: Hormonal treatment may harm the germ cells in 1 to 3-year-old boys with cryptorchidism. J Urol 2000; 163: 1290–2 CrossRef MEDLINE
12.
Ludwikowski B, Gonzalez R: The controversy regarding the need for hormonal treatment in boys with unilateral cryptorchidism goes on: a review of the literature. Eur J Pediatr 2013; 172: 5–8 CrossRef MEDLINE
13.
Ritzen EM: Undescended testes: a consensus on management. Eur J Endocrinol 2008; 159: 87–90 CrossRef MEDLINE
14.
Walsh TJ, Dall’Era MA, Croughan MS, Carroll PR, Turek PJ: Prepubertal orchiopexy for cryptorchidism may be associated with lower risk of testicular cancer. J Urol 2007; 178: 1440–6 CrossRef MEDLINE
16.
Bayne AP, Alonzo DG, Hsieh MH, Roth DR: Impact of anatomical and socioeconomic factors on timing of urological consultation for boys with cryptorchidism. J Urol 2011; 186: 1601–5 CrossRef MEDLINE
17.
Capello SA, Giorgi LJ, Jr., Kogan BA: Orchiopexy practice patterns in New York State from 1984 to 2002. J Urol 2006; 176: 1180–3 CrossRef MEDLINE
18.
Chen YF, Huang WY, Huang KH, Hsieh JT, Lan CF, Chang HC: Factors related to the time to cryptorchidism surgery-A nationwide, population-based study in Taiwan. J Formos Med Assoc 2013; dx.doi.org/10.1016/j.jfma.2013.06.001 (Epub ahead of print) CrossRef MEDLINE
19.
Jensen MS, Olsen LH, Thulstrup AM, Bonde JP, Olsen J, Henriksen TB: Age at cryptorchidism diagnosis and orchiopexy in Denmark: a population based study of 508,964 boys born from 1995 to 2009. J Urol 2011; 186: 1595–600 CrossRef MEDLINE
20.
Kokorowski PJ, Routh JC, Graham DA, Nelson CP: Variations in timing of surgery among boys who underwent orchidopexy for cryptorchidism. Pediatrics 2010; 126: e576–82 CrossRef MEDLINE PubMed Central
21.
Marchetti F, Bua J, Tornese G, Piras G, Toffol G, Ronfani L: Management of cryptorchidism: a survey of clinical practice in Italy. BMC Pediatr 2012; 12: 4 CrossRef MEDLINE PubMed Central
22.
McCabe JE, Kenny SE: Orchidopexy for undescended testis in England: is it evidence based? J Ped Surg 2008; 43: 353–7 CrossRef MEDLINE
23.
Moslemi MK: Evaluation of orchiopexy practice patterns in patients with cryptorchidism: A single-centre study. J Pediatr Urol 2014, 10: 230−2 CrossRef MEDLINE
24.
Nah SA, Yeo CS, How GY, et al.: Undescended testis: 513 patients’ characteristics, age at orchidopexy and patterns of referral.
Arch Dis Child 2014; 99: 401–6 CrossRef MEDLINE
25.
Springer A, Subramaniam R, Krall C, Fulop G: Orchidopexy patterns in Austria from 1993 to 2009. J Pediatr Urol 2013; 9: 535–41 CrossRef MEDLINE
26.
Steckler RE, Zaontz MR, Skoog SJ, Rushton HG, Jr.: Cryptorchidism, pediatricians, and family practitioners: patterns of practice and referral. J Pediatr 1995; 127: 948–51 CrossRef MEDLINE
27.
Upadhyay V, Kothari M, Manoharan M: The referral pattern for undescended testes in Auckland. N Z Med J 2001; 114: 310–1 MEDLINE
28.
Yiee JH, Saigal CS, Lai J, Copp HL, Churchill BM, Litwin MS: Timing of orchiopexy in the United States: a quality-of-care indicator. Urology 2012; 80: 1121–6 CrossRef MEDLINE PubMed Central
29.
Zöller G, Ringert RH: Hodenhochstand im Kindesalter – oft zu spät behandelt. Dtsch Arztebl 2005; 102: 1750–2 VOLLTEXT
30.
Lim KT, Casey RG, Lennon F, Gillen P, Stokes M: Cryptorchidism: a general surgical perspective. Ir J Med Sci 2003; 172: 139–40 CrossRef MEDLINE
31.
Bruijnen CJ, Vogels HD, Beasley SW: Review of the extent to which orchidopexy is performed at the optimal age: implications for health services. ANZ Journal of Surgery 2008; 78: 1006–9 CrossRef MEDLINE
32.
Kelalis P, Bunge R, Barkin M, et al.: The timing of elective surgery on the genitalia of male children with particular reference to undescended testes and hypospadias. Pediatrics 1975; 56: 479–83 MEDLINE
33.
Hadziselimovic F, Herzog B, Buser M: Development of cryptorchid testes. Eur J Pediatr 1987; 146: 8–12 CrossRef MEDLINE
34.
American Academy of Pediatrics:Timing of elective surgery on the genitalia of male children with particular reference to the risks, benefits, and psychological effects of surgery and anesthesia. Pediatrics 1996; 97: 590–4 MEDLINE
35.
Riedmiller H, Androulakakis P, Beurton D, Kocvara R, Gerharz E: EAU guidelines on paediatric urology. Eur Urol 2001; 40: 589–99 CrossRef MEDLINE
36.
Ritzen EM, Bergh A, Bjerknes R, et al.: Nordic consensus on treatment of undescended testes. Acta Paediatr 2007; 96: 638–43 CrossRef MEDLINE
37.
Callaghan P: Undescended testis. Pediatr Rev 2000; 21: 395 MEDLINE
38.
Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie, der Deutsche Gesellschaft für Urologie, der Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, vertreten durch die Arbeitsgemeinschaft für pädiatrische Endokrinologie (APE): AWMF-Leitlinie Nr. 006/022, 2k, Hodenhochstand – Maldeszensus testis 2013. www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/006–022.html (last accessed on 23 July 2014).
39.
Karbach U, Schubert I, Hagemeister J, Ernstmann N, Pfaff H, Hopp HW: Physicians’ knowledge of and compliance with guidelines: an exploratory study in cardiovascular diseases. Dtsch Arztebl Int 2011; 108: 61–9 VOLLTEXT
40.
Ilic D, Misso ML: Screening for testicular cancer. The Cochrane Database of Systematic Reviews 2011: Cd007853 MEDLINE
e1.
Virtanen HE, Bjerknes R, Cortes D, et al.: Cryptorchidism: classification, prevalence and long-term consequences.
Acta Paediatr 2007; 96: 611–6 CrossRef MEDLINE
e2.
Chilvers C, Pike MC, Forman D, Fogelman K, Wadsworth ME: Apparent doubling of frequency of undescended testis in England and Wales in 1962–81. Lancet 1984; 2: 330–2 MEDLINE
e3.
Cortes D, Kjellberg EM, Breddam M, Thorup J: The true incidence of cryptorchidism in Denmark. J Urol 2008; 179: 314–8 CrossRef MEDLINE
e4.
Berkowitz GS, Lapinski RH, Dolgin SE, Gazella JG, Bodian CA, Holzman IR: Prevalence and natural history of cryptorchidism. Pediatrics 1993; 92: 44–9 MEDLINE
e5.
Boisen KA, Kaleva M, Main KM, et al.: Difference in prevalence of congenital cryptorchidism in infants between two Nordic countries. Lancet 2004; 363: 1264–9 CrossRef MEDLINE
e6.
Ghirri P, Ciulli C, Vuerich M, et al.: Incidence at birth and natural history of cryptorchidism: a study of 10 730 consecutive male infants. J Endocrinol Invest 2002; 25: 709–15 CrossRef MEDLINE
e7.
Preiksa RT, Zilaitiene B, Matulevicius V, et al.: Higher than expected prevalence of congenital cryptorchidism in Lithuania: a study of 1 204 boys at birth and 1 year follow-up. Hum Reprod 2005; 20: 1928–32 CrossRef MEDLINE
e8.
Scorer CG: The Descent of the Testis. Arch Dis Child 1964; 39: 605–9 CrossRef MEDLINE
e9.
Thong M, Lim C, Fatimah H: Undescended testes: incidence in 1 002 consecutive male infants and outcome at 1 year of age. Ped Surg Int 1998; 13: 37–41 CrossRef MEDLINE
e10.
Virtanen HE, Toppari J: Epidemiology and pathogenesis of cryptorchidism. Hum Reprod Update 2008; 14: 49–58 MEDLINE
e11.
Hutson JM: Undescended testis: the underlying mechanisms and the effects on germ cells that cause infertility and cancer. J Ped Surg 2013; 48: 903–8 CrossRef MEDLINE
e12.
Hamza AF, Elrahim M, Elnagar, Maaty SA, Bassiouny E, Jehannin B: Testicular descent: when to interfere? Eur J Pediatr Surg 2001; 11: 173–6 CrossRef MEDLINE
e13.
Hack WW, Goede J, van der Voort-Doedens LM, Meijer RW: Acquired undescended testis: putting the pieces together.
Int J Androl 2012; 35: 41–5 CrossRef MEDLINE
e14.
Hadziselimovic F, Herzog B: The importance of both an early orchidopexy and germ cell maturation for fertility. Lancet 2001; 358: 1156–7 CrossRef MEDLINE
e15.
Huff DS, Fenig DM, Canning DA, Carr MG, Zderic SA, Snyder HM 3rd: Abnormal germ cell development in cryptorchidism. Horm Res 2001; 55: 11–7 CrossRef MEDLINE
e16.
Huff DS, Hadziselimovic F, Snyder HM 3rd, Blythe B, Ducket JW: Histologic maldevelopment of unilaterally cryptorchid testes and their descended partners. Eur J Pediatr 1993; 152: 11–4 MEDLINE
e17.
Taskinen S, Wikstrom S: Effect of age at operation, location of testis and preoperative hormonal treatment on testicular growth after cryptorchidism. J Urol 1997; 158: 471–3 CrossRef CrossRef
e18.
Nagar H, Haddad R: Impact of early orchidopexy on testicular growth. Brit J Urol 1997; 80: 334–5 CrossRef MEDLINE
e19.
Riebel T, Herrmann C, Wit J, Sellin S: Ultrasonographic late results after surgically treated cryptorchidism. Pediatr Radiol 2000; 30: 151–5 CrossRef MEDLINE
e20.
Park KH, Lee JH, Han JJ, Lee SD, Song SY: Histological evidences suggest recommending orchiopexy within the first year of life for children with unilateral inguinal cryptorchid testis. Int J Urol 2007; 14: 616–21 CrossRef MEDLINE
e21.
Tasian GE, Hittelman AB, Kim GE, DiSandro MJ, Baskin LS: Age at orchiopexy and testis palpability predict germ and Leydig cell loss: clinical predictors of adverse histological features of cryptorchidism. J Urol 2009; 182: 704–9 CrossRef MEDLINE
e22.
Cortes D, Thorup JM, Visfeldt J: Cryptorchidism: aspects of fertility and neoplasms. A study including data of 1 335 consecutive boys who underwent testicular biopsy simultaneously with surgery for cryptorchidism. Horm Res 2001; 55: 21–7 CrossRef MEDLINE
e23.
Wojciechowski K: Long-term results of undescended testicle operative treatment. Progr Pediatr Surg 1977; 10: 296–304 MEDLINE
e24.
Ludwig G, Potempa J: Optimal time for treating cryptorchism (author’s transl). Dtsch Med Wochenschr 1975; 100: 680–3 MEDLINE
e25.
Knorr D: Sex differentiation disorders. Internist (Berl) 1979; 20: 85–94 MEDLINE
e26.
Hortling H, Chapelle A, Johansson CJ, Niemi M, Sulamaa M: An endocrinologic follow-up study of operated cases of cryptorchism. J Clin Endocrinol Metab 1967; 27: 120–9 CrossRef MEDLINE
e27.
Chilvers C, Dudley NE, Gough MH, Jackson MB, Pike MC: Undescended testis: the effect of treatment on subsequent risk of subfertility and malignancy. J Pediatr Surg 1986; 21: 691–6 CrossRef MEDLINE
e28.
Kollin C, Hesser U, Ritzen EM, Karpe B: Testicular growth from birth to two years of age, and the effect of orchidopexy at age nine months: a randomized, controlled study. Acta Paediatr 2006; 95: 318–24 CrossRef MEDLINE
e29.
Kollin C, Karpe B, Hesser U, Granholm T, Ritzen EM: Surgical treatment of unilaterally undescended testes: testicular growth after randomization to orchiopexy at age 9 months or 3 years. J Urol 2007; 178: 1589–93 CrossRef MEDLINE
e30.
van Brakel J, Kranse R, de Muinck Keizer-Schrama SM, et al.: Fertility potential in men with a history of congenital undescended testes: a long-term follow-up study. Andrology 2013; 1: 100–8 CrossRef MEDLINE
e31.
Pyorala S, Huttunen NP, Uhari M: A review and meta-analysis of hormonal treatment of cryptorchidism. J Clin Endocrinol Metab 1995; 80: 2795–9 MEDLINE
e32.
Dunkel L, Taskinen S, Hovatta O, Tilly JL, Wikstrom S: Germ cell apoptosis after treatment of cryptorchidism with human chorionic gonadotropin is associated with impaired reproductive function in the adult. J Clin Invest 1997; 100: 2341–6 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e33.
Hutson JM, Li R, Southwell BR, Petersen BL, Thorup J, Cortes D: Germ cell development in the postnatal testis: the key to prevent malignancy in cryptorchidism? Front Endocrinol (Lausanne) 2012; 3: 176 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e34.
Shanmugalingam T, Soultati A, Chowdhury S, Rudman S, Van Hemelrijck M: Global incidence and outcome of testicular cancer. Clin Epidemiol 2013; 5: 417–27 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e35.
Liu S, Wen SW, Mao Y, Mery L, Rouleau J: Birth cohort effects underlying the increasing testicular cancer incidence in Canada. Can J Public Health 1999; 90: 176–80 MEDLINE
e36.
Ferguson L, Agoulnik AI: Testicular cancer and cryptorchidism. Front Endocrinol 2013; 4: 32 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e37.
Strader CH, Weiss NS, Daling JR, Karagas MR, McKnight B: Cryptorchism, orchiopexy, and the risk of testicular cancer.
Am J Epidemiol 1988; 127: 1013–8 MEDLINE
e38.
Deshpande AV, Michail P, Smith GH: Interventions for undescended testes in children. Cochrane Database of Systematic Reviews 2014; DOI: 10.1002/14651858.CD010978 CrossRef
e39.
Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie, Deutsche
Gesellschaft für Urologie, Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, vertreten durch die Arbeitsgemeinschaft für pädiatrische Endokrinologie (APE): AWMF-Leitlinie Nr. 006/022, 2k, Hodenhochstand – Maldeszensus testis, 2009, https://web.archive.org/web/20100131230738/;
www.awmf-online.de/e40 (last accessed on 23 July 2014).
e40.
Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie: AWMF-Leitlinie Nr. 006/022, 1, Hodenhochstand, 1999. https://web.archive.org/web/20010331105838/http://awmf.org/ (last accessed on
23 July 2014).
e41.
Grüters A: Entwicklung und Entwicklungsstörungen der Hoden. Monatsschr Kinderheilkd 2005; 153: 424–9 CrossRef
e42.
Hiort O, Wünsch L, Holterhus PM: Differentialdiagnostische Überlegungen beim Hodenhochstand. Monatsschr Kinderheilkd 2005; 153: 430–5 CrossRef
e43.
Rieger C, Schulte-Wissermann H: Hodenhochstand. Trainingsprogramm für die Weiterbildung zum Kinderarzt. Monatsschr Kinderheilkd 2005; 153: 451–2 CrossRef
e44.
Mathers MJ, Sperling H, Rubben H, Roth S: The undescended testis: diagnosis, treatment and long-term consequences. Dtsch Arztebl Int 2009; 106: 527–32 VOLLTEXT
e45.
Haß HJ, Krause H, Liehr UB, Rißmann A: Aktuelle Therapierichtlinien zur Behandlung des Hodenhochstands. Ärzteblatt Sachsen-Anhalt 2010; 21: 23–54.
e46.
Cortes D, Brandt B, Thorup J: Direct mixed antiglobulin reaction (MAR) test in semen at follow-up after testicular biopsy of maldescended testes operated in puberty. Z Kinderchir 1990; 45: 227–8 MEDLINE
e47.
Lentze MJ: Hodenhochstand. Monatsschr Kinderheilkd 2005; 153: 423 CrossRef
e48.
Albers N: Konservative Therapie des Hodenhochstandes. Monatsschr Kinderheilkd 2005; 153: 436–43 CrossRef
e49.
Hadziselimovic F, Hoecht B: Testicular histology related to fertility outcome and postpubertal hormone status in cryptorchidism. Klin Padiatr 2008; 220: 302–7 CrossRef MEDLINE
e50.
Butenandt O, Knorr D: Maldescensus testis, therapy and prognosis. Fortschr Med 1979; 97: 1453–5 MEDLINE
e51.
Städtler F: Morphological findings. Dtsch Arztebl Int 2010; 107: 73; Correspondence VOLLTEXT
e52.
Becker K: Clinical remarks. Dtsch Arztebl Int 2010; 107: 73; Correspondence VOLLTEXT
e53.
Zöller G: Hodenhochstand im Kindesalter – oft zu spät behandelt: Schlusswort. Dtsch Arztebl 2006; 103: A 132 VOLLTEXT
e54.
Schwarz HP, Dietz, HG: Hodenhochstand im Kindesalter – oft zu spät behandelt: Zahlen nicht repräsentativ. Dtsch Arztebl 2006; 103: A 132 VOLLTEXT
e55.
Richter J: Hodenhochstand im Kindesalter – oft zu spät behandelt: Präventionsgesetz ist zu fordern. Dtsch Arztebl 2006; 103: A 131 VOLLTEXT
e56.
Fanconi S, Reinberg O, Gapany C, et al.: Pediatrics. Rev Med Suisse 2008; 4: 61–6 MEDLINE
e57.
Kunz U: Leitlinien in der Medizin: Anwendung, Einstellung und Barrieren – Eine Befragung Berliner Hausärzte. äzq Schriftenreihe 2006; 27: 1–72.
e58.
Hart Prieto MC, Jones PA: Are general paediatric surgery outcomes comparable between district general hospital and regional referral centres? Ann R Coll Surg Engl 2011; 93: 548–50 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e59.
Goh DW, Hutson JM: The retractile testis: time for a reappraisal. J Paediatri Child Health 1993; 29: 407–8 MEDLINE
e60.
Kolon TF, Herndon CDA, Baker LA, et al.: Evaluation and treatment of cryptorchidism: AUA guideline. J Urol 2014; doi: 10.1016/
j.juro.2014.05.005 (Epub ahead of print) CrossRef MEDLINE
Gemeinschaftspraxis für Kinderchirurgie, Stuttgart: Hrivatakis, Dr. med. Heim
Chirurgische Gemeinschaftspraxis, Reutlingen: Dr. med. Astfalk
Abteilung für Kinderchirurgie und Kinderurologie, Uniklinikum Tübingen: Dr. med. Schmidt,
Prof. Dr. med. Fuchs, Dr. med. Ellerkamp
Praxis für Kinderchirurgie, Stuttgart: Dr. Andreas Hartwig
Kinderchirurgische Praxis Ulm: Dr. med. Kugler
Lorettoklinik, Tübingen: Dr. med. Clausner, Dr. med. Frunder
Abteilung für Kinderchirurgie, Olga Hospital, Stuttgart: Dr. med. Weber, Prof. Dr. med. Loff
Unterschiede zwischen a) Praxis und b) Klinik in Bezug auf den Anteil der Orchidopexien pro Altersgruppe
Unterschiede zwischen a) Praxis und b) Klinik in Bezug auf den Anteil der Orchidopexien pro Altersgruppe
Grafik 1
Unterschiede zwischen a) Praxis und b) Klinik in Bezug auf den Anteil der Orchidopexien pro Altersgruppe
Internationaler Vergleich im Bezug auf durchschnittliches Alter bei Orchidopexie (a), durchschnittliches Alter bei Erstvorstellung (b) sowie Anteile der Orchidopexien unter 12 (c) und unter 24 (d) Monate.
Internationaler Vergleich im Bezug auf durchschnittliches Alter bei Orchidopexie (a), durchschnittliches Alter bei Erstvorstellung (b) sowie Anteile der Orchidopexien unter 12 (c) und unter 24 (d) Monate.
Grafik 2
Internationaler Vergleich im Bezug auf durchschnittliches Alter bei Orchidopexie (a), durchschnittliches Alter bei Erstvorstellung (b) sowie Anteile der Orchidopexien unter 12 (c) und unter 24 (d) Monate.
Ergebnisse der Multicenterstudie
Ergebnisse der Multicenterstudie
Tabelle 1
Ergebnisse der Multicenterstudie
Alter bei Orchidopexie: internationaler Vergleich
Alter bei Orchidopexie: internationaler Vergleich
Tabelle 2
Alter bei Orchidopexie: internationaler Vergleich
MEDLINE
1.Toledano MB, Hansell AL, Jarup L, Quinn M, Jick S, Elliott P: Temporal trends in orchidopexy, Great Britain, 1992–1998. Environ Health Perspect 2003; 111: 129–32 CrossRef MEDLINE PubMed Central
2.Rokitansky AM: Chirurgische Therapie des Hodenhochstand. Monatsschr Kinderheilkd 2005; 153: 444–50 CrossRef
3.Virtanen HE, Cortes D, Rajpert-De Meyts E, et al.: Development and descent of the testis in relation to cryptorchidism. Acta Paediatr 2007; 96: 622–7 CrossRef MEDLINE
4.Hutson JM, Li R, Southwell BR, Petersen BL, Thorup J, Cortes D: Germ cell development in the postnatal testis: the key to prevent malignancy in cryptorchidism? Front Endocrinol 2012; 3: 176 CrossRef MEDLINE PubMed Central
5.Kogan SJ, Tennenbaum S, Gill B, Reda E, Levitt SB: Efficacy of orchiopexy by patient age 1 year for cryptorchidism. J Urol 1990; 144: 508–9 MEDLINE
6.Chan E, Wayne C, Nasr A: Ideal timing of orchiopexy: a systematic review. Pediatric surgery international 2014; 30: 87–97 CrossRef MEDLINE
7.Lee PA, O’Leary LA, Songer NJ, Bellinger MF, LaPorte RE: Paternity after cryptorchidism: lack of correlation with age at orchidopexy. Br J Urol 1995; 75: 704–7 CrossRef MEDLINE
8.Kollin C, Stukenborg JB, Nurmio M, et al.: Boys with undescended testes: endocrine, volumetric and morphometric studies on testicular function before and after orchidopexy at nine months or three years of age. J Clin Endocrinol Metab 2012; 97: 4588–95 CrossRef MEDLINE
9.Kucharski P, Niedzielski J: Neoadjuvant human Chorionic Gonadotropin (hCG) therapy may improve the position of undescended testis: a preliminary report. Cent European J Urol 2013; 66: 224–8 MEDLINE PubMed Central
10.Henna MR, Del Nero RG, Sampaio CZ, et al.: Hormonal cryptorchidism therapy: systematic review with metanalysis of randomized clinical trials. Ped Surg Int 2004; 20: 357–9 CrossRef MEDLINE
11.Cortes D, Thorup J, Visfeldt J: Hormonal treatment may harm the germ cells in 1 to 3-year-old boys with cryptorchidism. J Urol 2000; 163: 1290–2 CrossRef MEDLINE
12.Ludwikowski B, Gonzalez R: The controversy regarding the need for hormonal treatment in boys with unilateral cryptorchidism goes on: a review of the literature. Eur J Pediatr 2013; 172: 5–8 CrossRef MEDLINE
13.Ritzen EM: Undescended testes: a consensus on management. Eur J Endocrinol 2008; 159: 87–90 CrossRef MEDLINE
14.Walsh TJ, Dall’Era MA, Croughan MS, Carroll PR, Turek PJ: Prepubertal orchiopexy for cryptorchidism may be associated with lower risk of testicular cancer. J Urol 2007; 178: 1440–6 CrossRef MEDLINE
15.Pettersson A, Richiardi L, Nordenskjold A, Kaijser M, Akre O: Age at surgery for undescended testis and risk of testicular cancer.
N Engl J Med 2007; 356: 1835–41 CrossRef
16.Bayne AP, Alonzo DG, Hsieh MH, Roth DR: Impact of anatomical and socioeconomic factors on timing of urological consultation for boys with cryptorchidism. J Urol 2011; 186: 1601–5 CrossRef MEDLINE
17.Capello SA, Giorgi LJ, Jr., Kogan BA: Orchiopexy practice patterns in New York State from 1984 to 2002. J Urol 2006; 176: 1180–3 CrossRef MEDLINE
18.Chen YF, Huang WY, Huang KH, Hsieh JT, Lan CF, Chang HC: Factors related to the time to cryptorchidism surgery-A nationwide, population-based study in Taiwan. J Formos Med Assoc 2013; dx.doi.org/10.1016/j.jfma.2013.06.001 (Epub ahead of print) CrossRef MEDLINE
19.Jensen MS, Olsen LH, Thulstrup AM, Bonde JP, Olsen J, Henriksen TB: Age at cryptorchidism diagnosis and orchiopexy in Denmark: a population based study of 508,964 boys born from 1995 to 2009. J Urol 2011; 186: 1595–600 CrossRef MEDLINE
20.Kokorowski PJ, Routh JC, Graham DA, Nelson CP: Variations in timing of surgery among boys who underwent orchidopexy for cryptorchidism. Pediatrics 2010; 126: e576–82 CrossRef MEDLINE PubMed Central
21.Marchetti F, Bua J, Tornese G, Piras G, Toffol G, Ronfani L: Management of cryptorchidism: a survey of clinical practice in Italy. BMC Pediatr 2012; 12: 4 CrossRef MEDLINE PubMed Central
22.McCabe JE, Kenny SE: Orchidopexy for undescended testis in England: is it evidence based? J Ped Surg 2008; 43: 353–7 CrossRef MEDLINE
23.Moslemi MK: Evaluation of orchiopexy practice patterns in patients with cryptorchidism: A single-centre study. J Pediatr Urol 2014, 10: 230−2 CrossRef MEDLINE
24.Nah SA, Yeo CS, How GY, et al.: Undescended testis: 513 patients’ characteristics, age at orchidopexy and patterns of referral.
Arch Dis Child 2014; 99: 401–6 CrossRef MEDLINE
25.Springer A, Subramaniam R, Krall C, Fulop G: Orchidopexy patterns in Austria from 1993 to 2009. J Pediatr Urol 2013; 9: 535–41 CrossRef MEDLINE
26.Steckler RE, Zaontz MR, Skoog SJ, Rushton HG, Jr.: Cryptorchidism, pediatricians, and family practitioners: patterns of practice and referral. J Pediatr 1995; 127: 948–51 CrossRef MEDLINE
27.Upadhyay V, Kothari M, Manoharan M: The referral pattern for undescended testes in Auckland. N Z Med J 2001; 114: 310–1 MEDLINE
28.Yiee JH, Saigal CS, Lai J, Copp HL, Churchill BM, Litwin MS: Timing of orchiopexy in the United States: a quality-of-care indicator. Urology 2012; 80: 1121–6 CrossRef MEDLINE PubMed Central
29.Zöller G, Ringert RH: Hodenhochstand im Kindesalter – oft zu spät behandelt. Dtsch Arztebl 2005; 102: 1750–2 VOLLTEXT
30.Lim KT, Casey RG, Lennon F, Gillen P, Stokes M: Cryptorchidism: a general surgical perspective. Ir J Med Sci 2003; 172: 139–40 CrossRef MEDLINE
31.Bruijnen CJ, Vogels HD, Beasley SW: Review of the extent to which orchidopexy is performed at the optimal age: implications for health services. ANZ Journal of Surgery 2008; 78: 1006–9 CrossRef MEDLINE
32.Kelalis P, Bunge R, Barkin M, et al.: The timing of elective surgery on the genitalia of male children with particular reference to undescended testes and hypospadias. Pediatrics 1975; 56: 479–83 MEDLINE
33.Hadziselimovic F, Herzog B, Buser M: Development of cryptorchid testes. Eur J Pediatr 1987; 146: 8–12 CrossRef MEDLINE
34.American Academy of Pediatrics:Timing of elective surgery on the genitalia of male children with particular reference to the risks, benefits, and psychological effects of surgery and anesthesia. Pediatrics 1996; 97: 590–4 MEDLINE
35.Riedmiller H, Androulakakis P, Beurton D, Kocvara R, Gerharz E: EAU guidelines on paediatric urology. Eur Urol 2001; 40: 589–99 CrossRef MEDLINE
36.Ritzen EM, Bergh A, Bjerknes R, et al.: Nordic consensus on treatment of undescended testes. Acta Paediatr 2007; 96: 638–43 CrossRef MEDLINE
37.Callaghan P: Undescended testis. Pediatr Rev 2000; 21: 395 MEDLINE
38.Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie, der Deutsche Gesellschaft für Urologie, der Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, vertreten durch die Arbeitsgemeinschaft für pädiatrische Endokrinologie (APE): AWMF-Leitlinie Nr. 006/022, 2k, Hodenhochstand – Maldeszensus testis 2013. www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/006–022.html (last accessed on 23 July 2014).
39.Karbach U, Schubert I, Hagemeister J, Ernstmann N, Pfaff H, Hopp HW: Physicians’ knowledge of and compliance with guidelines: an exploratory study in cardiovascular diseases. Dtsch Arztebl Int 2011; 108: 61–9 VOLLTEXT
40. Ilic D, Misso ML: Screening for testicular cancer. The Cochrane Database of Systematic Reviews 2011: Cd007853 MEDLINE
e1.Virtanen HE, Bjerknes R, Cortes D, et al.: Cryptorchidism: classification, prevalence and long-term consequences.
Acta Paediatr 2007; 96: 611–6 CrossRef MEDLINE
e2.Chilvers C, Pike MC, Forman D, Fogelman K, Wadsworth ME: Apparent doubling of frequency of undescended testis in England and Wales in 1962–81. Lancet 1984; 2: 330–2 MEDLINE
e3.Cortes D, Kjellberg EM, Breddam M, Thorup J: The true incidence of cryptorchidism in Denmark. J Urol 2008; 179: 314–8 CrossRef MEDLINE
e4.Berkowitz GS, Lapinski RH, Dolgin SE, Gazella JG, Bodian CA, Holzman IR: Prevalence and natural history of cryptorchidism. Pediatrics 1993; 92: 44–9 MEDLINE
e5.Boisen KA, Kaleva M, Main KM, et al.: Difference in prevalence of congenital cryptorchidism in infants between two Nordic countries. Lancet 2004; 363: 1264–9 CrossRef MEDLINE
e6.Ghirri P, Ciulli C, Vuerich M, et al.: Incidence at birth and natural history of cryptorchidism: a study of 10 730 consecutive male infants. J Endocrinol Invest 2002; 25: 709–15 CrossRef MEDLINE
e7.Preiksa RT, Zilaitiene B, Matulevicius V, et al.: Higher than expected prevalence of congenital cryptorchidism in Lithuania: a study of 1 204 boys at birth and 1 year follow-up. Hum Reprod 2005; 20: 1928–32 CrossRef MEDLINE
e8.Scorer CG: The Descent of the Testis. Arch Dis Child 1964; 39: 605–9 CrossRef MEDLINE
e9.Thong M, Lim C, Fatimah H: Undescended testes: incidence in 1 002 consecutive male infants and outcome at 1 year of age. Ped Surg Int 1998; 13: 37–41 CrossRef MEDLINE
e10.Virtanen HE, Toppari J: Epidemiology and pathogenesis of cryptorchidism. Hum Reprod Update 2008; 14: 49–58 MEDLINE
e11.Hutson JM: Undescended testis: the underlying mechanisms and the effects on germ cells that cause infertility and cancer. J Ped Surg 2013; 48: 903–8 CrossRef MEDLINE
e12.Hamza AF, Elrahim M, Elnagar, Maaty SA, Bassiouny E, Jehannin B: Testicular descent: when to interfere? Eur J Pediatr Surg 2001; 11: 173–6 CrossRef MEDLINE
e13.Hack WW, Goede J, van der Voort-Doedens LM, Meijer RW: Acquired undescended testis: putting the pieces together.
Int J Androl 2012; 35: 41–5 CrossRef MEDLINE
e14.Hadziselimovic F, Herzog B: The importance of both an early orchidopexy and germ cell maturation for fertility. Lancet 2001; 358: 1156–7 CrossRef MEDLINE
e15.Huff DS, Fenig DM, Canning DA, Carr MG, Zderic SA, Snyder HM 3rd: Abnormal germ cell development in cryptorchidism. Horm Res 2001; 55: 11–7 CrossRef MEDLINE
e16.Huff DS, Hadziselimovic F, Snyder HM 3rd, Blythe B, Ducket JW: Histologic maldevelopment of unilaterally cryptorchid testes and their descended partners. Eur J Pediatr 1993; 152: 11–4 MEDLINE
e17.Taskinen S, Wikstrom S: Effect of age at operation, location of testis and preoperative hormonal treatment on testicular growth after cryptorchidism. J Urol 1997; 158: 471–3 CrossRef CrossRef
e18.Nagar H, Haddad R: Impact of early orchidopexy on testicular growth. Brit J Urol 1997; 80: 334–5 CrossRef MEDLINE
e19.Riebel T, Herrmann C, Wit J, Sellin S: Ultrasonographic late results after surgically treated cryptorchidism. Pediatr Radiol 2000; 30: 151–5 CrossRef MEDLINE
e20.Park KH, Lee JH, Han JJ, Lee SD, Song SY: Histological evidences suggest recommending orchiopexy within the first year of life for children with unilateral inguinal cryptorchid testis. Int J Urol 2007; 14: 616–21 CrossRef MEDLINE
e21.Tasian GE, Hittelman AB, Kim GE, DiSandro MJ, Baskin LS: Age at orchiopexy and testis palpability predict germ and Leydig cell loss: clinical predictors of adverse histological features of cryptorchidism. J Urol 2009; 182: 704–9 CrossRef MEDLINE
e22.Cortes D, Thorup JM, Visfeldt J: Cryptorchidism: aspects of fertility and neoplasms. A study including data of 1 335 consecutive boys who underwent testicular biopsy simultaneously with surgery for cryptorchidism. Horm Res 2001; 55: 21–7 CrossRef MEDLINE
e23.Wojciechowski K: Long-term results of undescended testicle operative treatment. Progr Pediatr Surg 1977; 10: 296–304 MEDLINE
e24.Ludwig G, Potempa J: Optimal time for treating cryptorchism (author’s transl). Dtsch Med Wochenschr 1975; 100: 680–3 MEDLINE
e25.Knorr D: Sex differentiation disorders. Internist (Berl) 1979; 20: 85–94 MEDLINE
e26.Hortling H, Chapelle A, Johansson CJ, Niemi M, Sulamaa M: An endocrinologic follow-up study of operated cases of cryptorchism. J Clin Endocrinol Metab 1967; 27: 120–9 CrossRef MEDLINE
e27.Chilvers C, Dudley NE, Gough MH, Jackson MB, Pike MC: Undescended testis: the effect of treatment on subsequent risk of subfertility and malignancy. J Pediatr Surg 1986; 21: 691–6 CrossRef MEDLINE
e28.Kollin C, Hesser U, Ritzen EM, Karpe B: Testicular growth from birth to two years of age, and the effect of orchidopexy at age nine months: a randomized, controlled study. Acta Paediatr 2006; 95: 318–24 CrossRef MEDLINE
e29.Kollin C, Karpe B, Hesser U, Granholm T, Ritzen EM: Surgical treatment of unilaterally undescended testes: testicular growth after randomization to orchiopexy at age 9 months or 3 years. J Urol 2007; 178: 1589–93 CrossRef MEDLINE
e30.van Brakel J, Kranse R, de Muinck Keizer-Schrama SM, et al.: Fertility potential in men with a history of congenital undescended testes: a long-term follow-up study. Andrology 2013; 1: 100–8 CrossRef MEDLINE
e31.Pyorala S, Huttunen NP, Uhari M: A review and meta-analysis of hormonal treatment of cryptorchidism. J Clin Endocrinol Metab 1995; 80: 2795–9 MEDLINE
e32.Dunkel L, Taskinen S, Hovatta O, Tilly JL, Wikstrom S: Germ cell apoptosis after treatment of cryptorchidism with human chorionic gonadotropin is associated with impaired reproductive function in the adult. J Clin Invest 1997; 100: 2341–6 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e33.Hutson JM, Li R, Southwell BR, Petersen BL, Thorup J, Cortes D: Germ cell development in the postnatal testis: the key to prevent malignancy in cryptorchidism? Front Endocrinol (Lausanne) 2012; 3: 176 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e34.Shanmugalingam T, Soultati A, Chowdhury S, Rudman S, Van Hemelrijck M: Global incidence and outcome of testicular cancer. Clin Epidemiol 2013; 5: 417–27 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e35.Liu S, Wen SW, Mao Y, Mery L, Rouleau J: Birth cohort effects underlying the increasing testicular cancer incidence in Canada. Can J Public Health 1999; 90: 176–80 MEDLINE
e36.Ferguson L, Agoulnik AI: Testicular cancer and cryptorchidism. Front Endocrinol 2013; 4: 32 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e37.Strader CH, Weiss NS, Daling JR, Karagas MR, McKnight B: Cryptorchism, orchiopexy, and the risk of testicular cancer.
Am J Epidemiol 1988; 127: 1013–8 MEDLINE
e38.Deshpande AV, Michail P, Smith GH: Interventions for undescended testes in children. Cochrane Database of Systematic Reviews 2014; DOI: 10.1002/14651858.CD010978 CrossRef
e39.Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie, Deutsche
Gesellschaft für Urologie, Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, vertreten durch die Arbeitsgemeinschaft für pädiatrische Endokrinologie (APE): AWMF-Leitlinie Nr. 006/022, 2k, Hodenhochstand – Maldeszensus testis, 2009, https://web.archive.org/web/20100131230738/;
www.awmf-online.de/e40 (last accessed on 23 July 2014).
e40.Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie: AWMF-Leitlinie Nr. 006/022, 1, Hodenhochstand, 1999. https://web.archive.org/web/20010331105838/http://awmf.org/ (last accessed on
23 July 2014).
e41.Grüters A: Entwicklung und Entwicklungsstörungen der Hoden. Monatsschr Kinderheilkd 2005; 153: 424–9 CrossRef
e42.Hiort O, Wünsch L, Holterhus PM: Differentialdiagnostische Überlegungen beim Hodenhochstand. Monatsschr Kinderheilkd 2005; 153: 430–5 CrossRef
e43.Rieger C, Schulte-Wissermann H: Hodenhochstand. Trainingsprogramm für die Weiterbildung zum Kinderarzt. Monatsschr Kinderheilkd 2005; 153: 451–2 CrossRef
e44.Mathers MJ, Sperling H, Rubben H, Roth S: The undescended testis: diagnosis, treatment and long-term consequences. Dtsch Arztebl Int 2009; 106: 527–32 VOLLTEXT
e45.Haß HJ, Krause H, Liehr UB, Rißmann A: Aktuelle Therapierichtlinien zur Behandlung des Hodenhochstands. Ärzteblatt Sachsen-Anhalt 2010; 21: 23–54.
e46.Cortes D, Brandt B, Thorup J: Direct mixed antiglobulin reaction (MAR) test in semen at follow-up after testicular biopsy of maldescended testes operated in puberty. Z Kinderchir 1990; 45: 227–8 MEDLINE
e47.Lentze MJ: Hodenhochstand. Monatsschr Kinderheilkd 2005; 153: 423 CrossRef
e48.Albers N: Konservative Therapie des Hodenhochstandes. Monatsschr Kinderheilkd 2005; 153: 436–43 CrossRef
e49.Hadziselimovic F, Hoecht B: Testicular histology related to fertility outcome and postpubertal hormone status in cryptorchidism. Klin Padiatr 2008; 220: 302–7 CrossRef MEDLINE
e50.Butenandt O, Knorr D: Maldescensus testis, therapy and prognosis. Fortschr Med 1979; 97: 1453–5 MEDLINE
e51.Städtler F: Morphological findings. Dtsch Arztebl Int 2010; 107: 73; Correspondence VOLLTEXT
e52.Becker K: Clinical remarks. Dtsch Arztebl Int 2010; 107: 73; Correspondence VOLLTEXT
e53.Zöller G: Hodenhochstand im Kindesalter – oft zu spät behandelt: Schlusswort. Dtsch Arztebl 2006; 103: A 132 VOLLTEXT
e54.Schwarz HP, Dietz, HG: Hodenhochstand im Kindesalter – oft zu spät behandelt: Zahlen nicht repräsentativ. Dtsch Arztebl 2006; 103: A 132 VOLLTEXT
e55.Richter J: Hodenhochstand im Kindesalter – oft zu spät behandelt: Präventionsgesetz ist zu fordern. Dtsch Arztebl 2006; 103: A 131 VOLLTEXT
e56.Fanconi S, Reinberg O, Gapany C, et al.: Pediatrics. Rev Med Suisse 2008; 4: 61–6 MEDLINE
e57.Kunz U: Leitlinien in der Medizin: Anwendung, Einstellung und Barrieren – Eine Befragung Berliner Hausärzte. äzq Schriftenreihe 2006; 27: 1–72.
e58.Hart Prieto MC, Jones PA: Are general paediatric surgery outcomes comparable between district general hospital and regional referral centres? Ann R Coll Surg Engl 2011; 93: 548–50 CrossRef MEDLINE PubMed Central
e59.Goh DW, Hutson JM: The retractile testis: time for a reappraisal. J Paediatri Child Health 1993; 29: 407–8 MEDLINE
e60.Kolon TF, Herndon CDA, Baker LA, et al.: Evaluation and treatment of cryptorchidism: AUA guideline. J Urol 2014; doi: 10.1016/
j.juro.2014.05.005 (Epub ahead of print) CrossRef MEDLINE

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema