Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Voodoo
Totenkult und Religion
Henning Christoph, Hans Oberländer: Voodoo. Geheime Macht in Afrika, Benedikt Taschen Verlag, Köln, 1995, 240 Seiten, 208 Abbildungen, gebunden, 49,95 DM
Benin gilt vielen als die Wiege des Voodoo, jener geheimnisvollen Mischung von Totenkult und animistischer Religion mit ihren für uns oft unverständlichen Fetischen. Das westafrikanische Land war auch ein Hauptlieferant von Sklaven und dürfte somit einer der Ursprünge des heutigen Voodoo in Teilen Amerikas sein. Wie das Buch zeigt, ist Voodoo im heutigen Benin weit verbreitet und wird übrigens – auch aus politischen Gründen – toleriert. Es gibt sogar Überschneidungen: Manche Voodoo-Priester verwenden das Symbol des Kreuzes oder maskieren sich nach arabischen oder indischen Vorbildern; Angehörige christlicher Sekten akzeptieren die Trance oder den Zustand des Verhextseins; manche sind tagsüber Christen oder Moslems und abends Voodoosi (die "FiftyFifties"). Das Buch schildert eingehend verschiedene Erscheinungsformen des Voodoo, wie Autor Oberländer sie in verschiedenen Regionen Benins antraf. Die Priester sind nämlich frei in der Ausgestaltung der Kulthandlungen, ihrer Interpretation der Fetische und auch in der Auswahl der Götter, mit denen die Voodoosi in der Trance über ihre verstorbenen Vorfahren in Kontakt treten. Die hervorragenden Fotos von Henning Christoph geben einen starken Eindruck von der Vielfältigkeit und der Intensität, mit der die VoodooAnhänger in Benin ihre Glaubensrituale vollziehen.
Günter Burkart, Köln
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote