ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2014Siegfried Borelli: Wissenschaftler und Berufspolitiker

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Siegfried Borelli: Wissenschaftler und Berufspolitiker

Dtsch Arztebl 2014; 111(39): A-1657 / B-1429 / C-1361

Clade, Harald

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Die Ärzteschaft ehrte kürzlich einen Kollegen aus Anlass seines 90. Geburtstages (2. Juni 2014), der wie kaum ein anderer sein medizinisch-wissenschaftliches Wirken mit einem 55 Jahre währenden berufspolitischen Einsatz in der Selbstverwaltung verband: Prof. Dr. med. Dr. phil. Siegfried Borelli, Facharzt für Dermatologie und Venerologie sowie für Arbeitsmedizin, Dipl.-Psychologe. Er war von 1967 bis zu seiner Emeritierung (1995) ordentlicher Professor an der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität München (TU) und leitete die Klinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein der TU.

Siegfried Borelli, Foto: privat
Siegfried Borelli, Foto: privat

Geboren in Berlin-Wilmersdorf, studierte Borelli Medizin in Berlin, Prag und Hamburg. Er schloss sein Studium 1948 ab und wurde zum Dr. med. promoviert, daneben studierte er Psychologie und wurde auch zum Dr. phil. promoviert.

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1956 habilitierte sich Borelli und wurde zum Privatdozenten ernannt – mit einer Schrift, die damals Neuland beackerte: einer Arbeit über Hautkrankheiten durch Kontaktstoffe im Friseurberuf, ein Schwerpunkt seiner berufspathologischen Arbeiten. An der Höhenklinik Valbella in Davos/Schweiz initiierte er eine Abteilung für Hautkrankheiten; 1961 gründete er und leitete bis zu seiner Pensionierung die Deutsche Klinik für Dermatologie und Allergie in Davos. Als Klinikleiter hat er sich für die Aus- und Weiterbildung des Nachwuchses eingesetzt. Sein Wirken wurde unter anderem durch die Verleihung der Ernst-von-Bergmann-Plakette und der Paracelsus-Medaille gewürdigt. Er ist zudem Träger des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik. Harald Clade

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