ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2014Substitution von Arzneimitteln: G-BA legt Ausschlussliste vor

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Substitution von Arzneimitteln: G-BA legt Ausschlussliste vor

Dtsch Arztebl 2014; 111(39): A-1623 / B-1403 / C-1335

EB

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Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat am 18. September in Berlin erstmals Arzneimittel festgelegt, die von den Apotheken nicht durch ein wirkstoffgleiches Präparat ersetzt werden dürfen. Der Gesetzgeber hatte den G-BA im April beauftragt, bis zum 30. September eine solche Liste vorzulegen.

Wie das Gremium mitteilt, sind folgende Wirkstoffe künftig von der Substitution ausgeschlossen:

  • die bei Herzerkrankungen eingesetzten Wirkstoffe Betaacetyldigoxin, Digitoxin und Digoxin (Tabletten),
  • die Immunsuppressiva Tacrolimus (Hartkapseln) und Ciclosporin (Weichkapseln und Lösung zum Einnehmen),
  • das Schilddrüsenhormon Levothyroxin-Natrium (Tabletten) und Levothyroxin Natrium + Kaliumiodid (fixe Kombination – Tabletten) sowie
  • das Antiepileptikum Phenytoin (Tabletten).

„Die Festlegung, welche Arzneimittel nicht ausgetauscht werden dürfen, dient der Verbesserung der Therapiesicherheit der Patientinnen und Patienten“, sagte der unparteiische Vorsitzende des G-BA, Josef Hecken. Denn hier seien zum Teil Arzneimittel betroffen, bei denen bereits geringfügige Änderungen der Dosis oder der Konzentration des Wirkstoffes zu klinisch relevanten Veränderungen bei der eigentlich angestrebten Wirkung oder zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen könnten. Hecken kündigte weitere Beschlüsse zu Antikonvulsiva, Opioidanalgetika mit verzögerter Wirkstofffreisetzung sowie Inhalativa zur Behandlung von Asthma bronchiale/COPD und Dermatika zur Behandlung der Psoriasis an. EB

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