ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2014Patientenversorgung: Falsche Anreize
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Eine reine „Betreuung“ psychischer Störungen ist therapeutisch und gesundheitspolitisch fatal. Dies führt psychotherapeutisch gesehen zur Fixierung von Anspruchs- und Versorgungshaltungen psychisch Kranker, untergräbt die Eigenverantwortungsübernahme und chronifiziert die Störungen.

Für die Krankenkassen bedeutet das allerdings einen wirtschaftlichen Vorteil:

Solange zum Beispiel die Diagnose Depression oder Persönlichkeitsstörung „erhalten bleibt“, gibt es Zuwendungen (Geld) aus dem Gesundheitsfonds.

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Deswegen investieren die Krankenkassen lieber in Betreuungskonzepte, bei denen die fachpsychotherapeutische Behandlung keine Rolle spielt, als in den Ausbau der heilungsorientierten Psychotherapie . . . Gesundheitspolitisch und wirtschaftlich ist das langfristig fatal. Hier sind im Gesundheitsversorgungssystem durch den Gesundheitsfonds falsche Anreize gesetzt.

Gerhard Leinz, 24103 Kiel

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