ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2014Neue Bedarfsplanung: Vorschlag gegen Hausärztemangel
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Seit Jahren und Jahrzehnten wird über den Hausärztemangel und das zahlenmäßige Missverhältnis zwischen Fach- und Hausärzten geschrieben, diskutiert, gestritten. Das Ergebnis? Niederschmetternd. Die Anzahl der hausärztlichen Facharztanerkennungen ist rückläufig, der Bedarf an Hausärzten insbesondere auf dem Land wird nicht gedeckt.

Mein Vorschlag gegen aktuellen und zu erwartenden Hausärztemangel:

  • Den aktuellen Bedarf an Hausärzten abschätzen.
  • Den errechneten Bedarf mit 55/40 multiplizieren wegen der momentan überlangen Arbeitszeiten von niedergelassenen Hausärzten.
  • Teilzeitkräfte einkalkulieren (Vorschlag: 20 Prozent Stellen für Ärzte und 40 Prozent Stellen für Ärztinnen aufschlagen).
  • Studienabbrecher und fachfremd Arbeitende einkalkulieren (+ 30 Prozent?).
  • Jetzt kommt der entscheidende Schritt!

Zwei Studiengänge etablieren:

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- „spezialisierte Medizin“ - > Facharzt

- „ganzheitliche Medizin“ - > Hausarzt

Die Studiengänge können dabei natürlich überwiegend parallel ablaufen.

Spätestens nach der Installation eines echten Primärarztsystems wird es an Studienbewerbern nicht mangeln.

Die Anzahl der Studienplätze wird Stellschraube im Hausarztsystem.

Die Nachteile des Vorschlags? Er ist zu einfach. Damit würden Hausärzte aufgewertet. Manche würden sogar Lehrstühle einnehmen . . .

Dirk Trojahn, 36323 Grebenau

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