ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2014Humanitäre Hilfe: Gelungen und interessant
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... Danke für den gelungenen und interessanten Beitrag. Die Behinderung oder gar Tötung von Ärzten, Pflegekräften, Sanitätern und medizinischem Assistenzpersonal in Kriegssituationen ist eine äußerst negative Entwicklung, die den besonderen Schutz der medizinischen Helfer gefährdet und unbedingt zu verhindern ist. Dieser essenzielle Schutz ist durch internationale Vereinbarungen strikt geregelt. Laut der vierten Genfer Konvention stellt der absichtliche Angriff auf Helfer oder die absichtliche Behinderung medizinischer Rettungskräfte, um zu verhindern, dass Verwundete eine medizinische Versorgung erhalten, ein Kriegsverbrechen dar. Ich möchte in diesem Zusammenhang auf die aktuelle dramatische Lage der medizinischen Helfer in dem vom Krieg heimgesuchten Gazastreifen hinweisen ...

Bis zum heutigen Tag (27. August 2014) wurden in Gaza 13 von insgesamt 32 Krankenhäusern und 14 medizinische Behandlungszentren durch die Angriffe beschädigt. Nach WHO-Angaben (Report Nr. 3 zum aktuellen Gaza-Krieg) wurden zehn Krankenhäuser und 34 von insgesamt 75 medizinischen Versorgungszentren komplett geschlossen. Die Attacken in Gaza hatten nach Angaben des „Euro-Mediterranean Human Rights Network“ (EMHRN) bislang zum Tod von 23 medizinischen Rettungskräften und Helfern geführt (EMHRN, Stand 25. August 2014), darunter auch ärztliche Kollegen. Inzwischen hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) eine Untersuchung zu den Angriffen auf Helfer und Rettungskräfte angekündigt und einer Vermischung zwischen humanitären und militärischen Zielen eine klare Absage erteilt ...

Wir Ärzte, Helfer und Rettungskräfte müssen unsere Stimme laut erheben, um diesen besonderen Schutz, den wir in unseren Missionen brauchen, nicht zu gefährden ...

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Dr. med. Ashraf Dada, 93152 Nittendorf

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