ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2014Herbert Pfennig: Konzentriert auf das Wesentliche

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Herbert Pfennig: Konzentriert auf das Wesentliche

Dtsch Arztebl 2014; 111(41): A-1759 / B-1511 / C-1443

Flintrop, Jens

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Herbert Pfennig zählt nun wahrlich nicht zu den „Lautsprechern“ seiner Branche. Als er im April 2009 das Amt des Vorstandssprechers bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank übernahm, machte er keine großen Versprechungen, sondern begann mit dem Großreinemachen.

Herbert Pfennig Foto: apo Bank
Herbert Pfennig Foto: apo Bank

Die Bank der Heilberufe hatte in den Vorjahren versucht, im Konzert der Großen mitzuspielen – und sich dabei kräftig an den Kapitalmärkten verspekuliert. Für das Geschäftsjahr 2009 musste ein Fehlbetrag in Höhe von 283 Millionen Euro ausgewiesen werden, die Dividende entfiel. Nach gründlicher Analyse der Situation erneuerte Pfennig den kompletten Vorstand (sich selbst ausgenommen), leitete den totalen Abbau der hochriskanten „toxischen“ Wertpapiere ein und sorgte dafür, dass sich die Bank wieder auf ihr Kerngeschäft mit der attraktiven Klientel Ärzte, Zahnärzte und Apotheken konzentrierte.

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Inzwischen erstrahlt die Genossenschaftsbank wieder im alten Glanz: Die strukturierten Finanzprodukte sind vollständig abgebaut, die Zahl der Kunden steigt stetig, und der Jahresüberschuss ist ebenso stabil wie die Dividendenzahlung.

Pfennig könnte sich für diese Erfolge feiern lassen. Doch das ist nicht seine Art. Auf die Lobeshymnen zu seinem 60. Geburtstag, den er Ende August bezeichnenderweise im Rahmen des ohnehin geplanten Apobank-Sommerfestes feierte, reagierte er mit trockenem Humor. Ein kluger Mann habe in einer ähnlichen Situation einmal gesagt, er müsse ja ein sehr strenger Chef sein, wenn er von seinen Mitarbeitern so gelobt werde. Jens Flintrop

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