ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2014Allgemeinmedizin: Vorschlag abgelehnt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

. . . Über immer weniger Hausärzte wird geklagt. Wirkliche Lösungen außer finanzielle Anreize sind bis jetzt nicht gefunden. Es gibt aber etliche Fachärzte, die gerne zu Hausärzten mutieren würden . . .

Leider sind die Hürden, Facharzt für Allgemeinmedizin zu werden, für diese Kollegen zu hoch, und die Ausbildungszeit ist zu lang. Vor allem wollen sie nicht nochmals mehrere Jahre an Krankenhäusern arbeiten.

Mein Vorschlag ist: bei Ärzten und Ärztinnen, die schon eine Facharztanerkennung haben, lediglich noch eine zweijährige Weiterbildung in einer zur Weiterbildung berechtigten Allgemeinpraxis zu fordern mit anschließender Facharztprüfung. Diese Weiterbildung müsste natürlich finanziell genauso gefördert werden, wie die übliche Weiterbildung bei werdenden Allgemeinärzten.

Anzeige

Hierdurch könnten sicher etliche Hausärzte gewonnen werden.

Dies ist besser, als sicher gut ausgebildete, aber schlecht Deutsch sprechende Ärzte aus osteuropäischen Ländern zu uns zu locken, die in ihren Heimatländern dringend gebraucht werden. Dieser Vorschlag, den ich dem Hartmannbund . . . gemacht habe, wurde leider mit dem Hinweis abgelehnt, dass damit die Qualität der Allgemeinärzte gefährdet sei. Als langjähriger Lehrbeauftragter für Allgemeinmedizin an der Universität Würzburg, der schon seit 1987 regelmäßig Ärzte für Allgemeinmedizin in der Praxis weiterbildet, glaube ich, dass diese Kollegen, wenn sie die Facharztprüfung bestanden haben und sicher sehr motiviert sind, als Hausärzte zu arbeiten, eine echte Bereicherung für die Allgemeinmedizin wären . . .

Dr. med. Peter Rost, 97236 Randersacker

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema