ArchivDeutsches Ärzteblatt41/201425 Jahre Deutsche Einheit: Gesundheitsunterschiede gleichen sich an

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25 Jahre Deutsche Einheit: Gesundheitsunterschiede gleichen sich an

Dtsch Arztebl 2014; 111(41): A-1723 / B-1483 / C-1415

Meyer, Rüdiger

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Der Gesundheitszustand in Ost und West hat sich 25 Jahre nach dem Fall der Mauer weitgehend angeglichen. Es gibt aber weiter Unterschiede, wie eine Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) in „GBE kompakt“ zeigt. Zu Beginn der 1990er Jahre lebten Frauen im Westen 2,3 Jahre länger als im Osten. Heute hat sich die Lebenserwartung angeglichen. Bei den Männern wurde der Unterschied von 3,2 Jahren noch nicht aufgeholt. Sie starben 2009/2011 im Osten 1,4 Jahre früher als im Westen.

Nach dem Mauerfall: Der Ost-West-Gegensatz in Sachen Gesundheit verliert an Bedeutung. Foto: dpa
Nach dem Mauerfall: Der Ost-West-Gegensatz in Sachen Gesundheit verliert an Bedeutung. Foto: dpa

Der Ost-West-Gegensatz wird dem RKI zufolge zunehmend von einem Nordost-Südwest-Gefälle überlagert. Das zeigt sich vor allem an der Lebenserwartung der über 60-Jährigen. Die wenigsten verbliebenen Lebensjahre haben Männer in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns und in Sachsen-Anhalt, die meisten haben Frauen in Baden-Württemberg und Teilen Bayerns. In Sachsen ist die Lebenserwartung der über 60-Jährigen heute nicht mehr geringer als in Niedersachsen oder Nordrhein-Westfalen.

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Die höhere Sterblichkeit in der DDR wird mit der ungesünderen Lebensweise in Verbindung gebracht. Dort gab es mehr Adipöse, es wurde mehr geraucht (nur Männer) und Alkohol getrunken und weniger Sport getrieben als im Westen. Inzwischen haben sich die Unterschiede angeglichen. Bei den Männern hat der Westen den Osten sogar überholt: Waren 1990/1992 noch 17,3 Prozent der 25- bis 69-Jährigen im Westen fettleibig, waren es 2008/2011 bereits 24,6 Prozent. Im Osten stieg der Anteil von 21,7 auf 23,9 Prozent. rme

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