ArchivDeutsches Ärzteblatt PP10/2014Schwer psychisch kranke: Patientenleitlinie zu psychosozialen Therapien

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Schwer psychisch kranke: Patientenleitlinie zu psychosozialen Therapien

PP 13, Ausgabe Oktober 2014, Seite 438

Hillienhof, Arne

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Eine neue Patientenleitlinie der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) informiert kompakt und verständlich über die sogenannten psychosozialen Therapien. Sie sind eine zentrale Säule in der Behandlung schwer psychisch kranker Menschen und zielen darauf ab, die Möglichkeiten der Betroffenen so zu verbessern, dass diese besser in ihrer sozialen Umgebung leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Die Patientenleitlinie basiert auf der S3-Leitlinie „Psychosoziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen“ und erläutert die verschiedenen Ebenen der psychosozialen Interventionen. Dabei werden Einzelinterventionen beschrieben, zum Beispiel das Training sozialer Fertigkeiten, die Psychoedukation oder die künstlerischen Therapien. Ein Kapitel ist den Systeminterventionen gewidmet: Hier geht es darum, Versorgungsangebote in einer bestimmten Art und Weise zu organisieren und bereitzustellen – zum Beispiel multiprofessionelle gemeindespsychiatrische Behandlungsverfahren wie die Akutbehandlung im häuslichen Umfeld, das
Case-Management oder die Arbeitsrehabilitation. „Damit wollen wir es Betroffenen und deren Angehörigen ermöglichen, am aktuellen Wissensstand zu partizipieren“, erklärte DGPPN-Vorstandsmitglied und Mitautorin Steffi Riedel-Heller. Auch erfülle die Patientenleitlinie eine wichtige Wegweiserfunktion, indem sie das psychiatrische Versorgungssystem skizziert.

Die Leitlinine im Internet: www. aerzteblatt.de/pp14438a hil

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