VARIA: Einblicke

Einblicke: Juliane Werner (35), Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

PP 13, Ausgabe Oktober 2014, U3

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Foto: Murat Türemis
Foto: Murat Türemis

Einblicke: Juliane Werner (35) ist als Kinder- und Jugendlichen­psycho­therapeutin mit verhaltens­therapeutischer Ausrichtung seit 2012 in der Kleinstadt Hartenstein im Erzgebirge nieder­gelassen. Die Sozial­pädagogin hat in dem Ort, der zum Landkreis Zwickau gehört, Wartezeiten auf einen Therapieplatz von rund einem halben Jahr.

Was mögen Sie an Ihrem Beruf am meisten?

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Ich liebe meinen Beruf. Die Arbeit mit den Familien und vor allem mit den Kindern und Jugendlichen – die ganzen Geschichten, die dahinter stecken finde ich sehr sehr spannend. Die ganze Bandbreite der Entwicklung mitzubekommen ist faszinierend: Mein jüngster Patient ist drei Jahre alt, mein Ältester ist 21. Die Arbeit mit den Kindern ist anders als die mit Erwachsenen. Man ist immer eingebunden in den Kontext Eltern, Kindergarten, Schule oder Jugendamt.

Ist diese Vernetzung denn immer einfach?

Nein, das ist oft sehr schwierig: die Betreffenden zu erreichen und Interventionen zu etablieren, ist ein enormer Zeitaufwand. Und diese zusätzliche Arbeit wird auch nicht vergütet – das ist das größte Problem, obwohl Netzwerkarbeit oftmals entscheidend für den Therapieerfolg ist.

Was mögen Sie an Ihrem Beruf weniger?

Die enge Zeittaktung, auch weil ich es selbst noch schwer schaffe, die 50 Minuten einzuhalten. Wenn kleine Geschwisterkinder dabei sind und wir spielen am Ende noch zur Belohnung, dann kann ich das nicht einfach abbrechen. Außerdem brauche ich zwischen den Stunden auch noch mal einen Moment Ruhe.

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