ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2014Betreuungsrecht: Weiterbildung gefordert
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Es ist erfreulich, dass auch im DÄ ein Beitrag zur Geschäfts- und Testierfähigkeit erscheint. Selbst als Sachverständige häufiger mit dieser Fragestellung beauftragt, finde ich immer wieder Atteste von Hausärzten, in denen in Unkenntnis der Voraussetzungen für die Testier- und Geschäftsfähigkeit diese gleichwohl bescheinigt wird, auch ohne dass dazu eine Untersuchung stattgefunden hat. Dieses wurde vom Nachlassgericht wiederholt gerügt.

Psychopathologische Kurztests können eine Geschäfts- oder Testierfähigkeit weder beweisen noch widerlegen. Notare werden im Zweifel beurkunden. Sie müssen einen Vermerk zur Geschäfts- und/oder Testierfähigkeit machen, können diese jedoch nicht beurteilen.

Anders als der Autor dieses Beitrags ausführt, entspricht es nicht meiner Erfahrung, dass die Weiterbildung in forensischer Psychiatrie oder das Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde besonders für diese Fragestellungen qualifiziert. Im Schwerpunkt Forensische Psychiatrie haben zivile Fragestellungen einen nur geringen Raum. Leider gibt es bisher noch keine entsprechende Weiterbildung für die Begutachtung in Zivilrechtssachen . . .

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Dr. med. Margret Hüffer, 53129 Bonn

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