ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2014Xavier Deau: Im Dienst einer universellen Ethik

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Xavier Deau: Im Dienst einer universellen Ethik

Dtsch Arztebl 2014; 111(42): A-1819 / B-1557 / C-1489

Korzilius, Heike

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Dr. Xavier Deau (64) ist seit dem 10. Oktober neuer Präsident des Weltärztebundes. Der Allgemeinarzt aus Frankreich löst die ugandische Ärztin Dr. Margaret Mungherera ab und wird dem Gremium ein Jahr lang vorstehen. Deau arbeitet in Épinal, am Südwestrand der Vogesen, in einer Gemeinschaftspraxis und engagiert sich seit 2003 in der französischen Berufspolitik. Dem Vorstand des Weltärztebundes gehört er seit 2012 an.

Xavier Deau, Foto: privat
Xavier Deau, Foto: privat

Der Franzose ist ein Überzeugungstäter im besten Sinne. Ihm gehe es bei seinem Engagement im Weltärztebund in erster Linie darum, international verbindliche medizinethische Standards zu vertreten und durchzusetzen, betont er: „Es gibt ethische Werte, die jeden Arzt leiten sollten, egal welcher Kultur, Religion oder Hautfarbe er angehört.“ Kernpunkte sind für Deau die Unabhängigkeit ärztlichen Handelns, die Wahrung der ärztlichen Schweigepflicht, der Schutz von Patientendaten sowie die Vermeidung von Interessenkonflikten.

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Dem Allgemeinarzt liegt aber auch eine qualitativ hochwertige medizinische Aus- und Weiterbildung am Herzen. „Es ist wichtig, dass der Weltärztebund sich für die Ärztinnen und Ärzte von morgen einsetzt“, meint Deau und verweist auf das Junior Doctors Network im Weltärztebund.

Und wie schützt er sich als Arzt und Berufspolitiker gegen Stress? „Ich bin völlig entspannt“, sagt Deau. „Ich habe keinen stressigen Beruf, sondern einen, den man mit Leidenschaft ausübt.“ Heike Korzilius

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