ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2014Depressionen: Versorgung besser abstimmen

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Depressionen: Versorgung besser abstimmen

Dtsch Arztebl 2014; 111(42): A-1773 / B-1525 / C-1457

Hillienhof, Arne

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Qualitätsmängel bei der Versorgung von Patienten mit Depressionen hat die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) kritisiert. Die Behandlung müsse sich stärker an der nationalen Behandlungsleitlinie „Unipolare Depression“ ausrichten, forderte Prof. Dr. med. Dr. phil. Martin Härter, Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, anlässlich des 11. Europäischen Depressionstages Anfang Oktober. Härter ist einer der Studienautoren des „Faktenchecks Gesundheit“ der Bertelsmann-Stiftung vom Frühjahr dieses Jahres. Dem Faktencheck zufolge wurden zwischen 2010 und 2012 drei von vier Patienten mit schweren Depressionen nicht leitliniengerecht therapiert, 18 Prozent erhielten gar keine Behandlung.

Die DGPPN hat angekündigt, die S3-Leitlinie und die Nationale Versorgungsleitlinie „Unipolare Depression“ zu überarbeiten. „Die Erforschung der Behandlungsmöglichkeiten depressiver Störungen hat in den letzten Jahrzehnten deutliche Fortschritte gemacht. Hauptprobleme bleiben aber deren praktische Umsetzung und die Abstimmung, wie sich eine gestufte und vernetzte Versorgung sowie die Schnittstelle von ambulanter zu stationärer Behandlung optimal gestalten lassen“, erklärte deren Vorstand Prof. Dr. med. Dr. rer. soc. Frank Schneider. Politik und Verwaltung seien gefragt, die Versorgung besser zu strukturieren. hil

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