ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2014Sterbehilfe: Bundestagsdebatte im November

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Sterbehilfe: Bundestagsdebatte im November

Dtsch Arztebl 2014; 111(42): A-1772 / B-1524 / C-1456

Richter-Kuhlmann, Eva

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Die Vorschläge für eine gesetzliche Regelung der Suizidbeihilfe sollen am 13. November im Bundestag diskutiert werden. Dabei reichen die Positionen von weitgehender Erlaubnis der Beihilfe zum Suizid bis hin zum strikten Verbot. Einigkeit besteht lediglich darin, dass eine geschäftsmäßige Beihilfe zur Selbsttötung durch Organisationen oder Sterbehilfevereine verboten werden soll.

Ende des Lebens: Dürfen Ärzte ihren Patienten beim Suizid helfen? Darüber ist eine gesellschaftlich Debatte entbrannt. Foto: laif
Ende des Lebens: Dürfen Ärzte ihren Patienten beim Suizid helfen? Darüber ist eine gesellschaftlich Debatte entbrannt. Foto: laif

Während sich Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) wiederholt für ein Verbot organisierter Sterbehilfe ausgesprochen hat, plädieren mehrere Abgeordnete von CDU/CSU und SPD für eine liberale Regelung. Sie wollen am 16. Oktober einen eigenen Gesetzentwurf vorlegen.

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Der Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, bekräftigte indes seine ablehnende Haltung zum ärztlich assistierten Suizid. Ein strafrechtliches Verbot hält Montgomery trotzdem für überflüssig. Der Deutsche Hospiz- und Palliativverband sprach sich für ein Verbot aller Formen der gewerblichen und organisierten Beihilfe zum Suizid aus.

Eine Kampagne für Sterbehilfe haben dagegen die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben und die Giordano-Bruno-Stiftung gestartet. Für Aufmerksamkeit sorgen sollen Plakate mit dem Motto: „Mein Ende gehört mir!“ Außerdem ließen die Organisationen allen Bundestagsabgeordneten das Buch „Letzte Hilfe“ des Arztes Uwe-Christian Arnold zukommen. ER

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