ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2014Hermann Heimpel †: Prägende Persönlichkeit der Hämatologie

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Hermann Heimpel †: Prägende Persönlichkeit der Hämatologie

Dtsch Arztebl 2014; 111(43): A-1869 / B-1599 / C-1529

Freund, Mathias

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Am 7. Oktober 2014 ist Prof. em. Dr. med. Hermann Heimpel im Alter von 84 Jahren verstorben. Mit ihm verliert die deutsche Hämatologie eine ihrer herausragenden Persönlichkeiten. Nach dem Studium in Göttingen, Freiburg, Heidelberg, Innsbruck und Chicago absolvierte Heimpel seine Ausbildung zum Internisten in Freiburg, wo er auch promovierte und habilitierte. 1967 ging er an die neu gegründete Reformuniversität in Ulm und leitete dort von 1969 bis 1996 als Direktor die Abteilung für Hämatologie, Onkologie und Infektionskrankheiten am Zentrum für Innere Medizin. Konzeption und Gestaltung dieser Schwerpunktklinik waren zukunftsweisend durch die weitsichtige Förderung grundlagenorientierter und klinischer Forschung. Heimpel war einer der Wegbereiter für die erfolgreiche Knochenmarktransplantation. Zusätzlich engagierte er sich für die Lehre, war Studiendekan, Dekan und Prorektor in Ulm.

Hermann Heimpel, Foto: DGHO-Archiv
Hermann Heimpel, Foto: DGHO-Archiv

Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit waren die Anämien. Seine Klassifikation der kongenitalen dyserythropoetischen Anämien, sein Beitrag zur Aufklärung ihrer Grundlagen und das von ihm gegründete Register sind weltweit anerkannt.

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Während der Jahre um die Wiedervereinigung war Heimpel von 1990 bis 1996 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie. Auch nach seiner Emeritierung begleitete er die Fachgesellschaft mit Originalität und Scharfsinn. Sein Lebenswerk ist eng mit dem Aufschwung der Hämatologie und medizinischen Onkologie in Deutschland verbunden. Mathias Freund

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