ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2014Medikamenteninjektion ins Auge: Augenärzte warnen vor Qualitätsmängeln

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Medikamenteninjektion ins Auge: Augenärzte warnen vor Qualitätsmängeln

Dtsch Arztebl 2014; 111(43): A-1835 / B-1571 / C-1503

Korzilius, Heike

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Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) kritisiert, dass die optische Kohärenztomographie keine Kassenleistung ist. Das Verfahren ist nach Ansicht der DOG präziser und weniger gefährlich als eine Fluoreszenzangiographie, um den Behandlungsverlauf bei Patienten zu kontrollieren, die an einer altersbedingten feuchten Makuladegeneration leiden und mit Medikamenteninjektionen ins Auge behandelt werden. „Gesetzlich Versicherten bleibt nach derzeitigem Stand nur übrig, die Untersuchung aus eigener Tasche zu bezahlen“, sagte der Präsident der DOG, Prof. Dr. med. Karl Ulrich Barzt-Schmidt. Seit 1. Oktober gehört die intravitreale operative Medikamenteneingabe zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Niedergelassene Augenärzte können sie nun über den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) abrechnen.

Weniger gefährlich als eine Fluoreszenzangiographie: die optische Kohärenztomographie. Foto: SPL/Agentur Focus
Weniger gefährlich als eine Fluoreszenzangiographie: die optische Kohärenztomographie. Foto: SPL/Agentur Focus

Vor einer drohenden Unterversorgung der Patienten warnte DOG-Generalsekretär Prof. Dr. med. Thomas Reinhard. Mit Einführung der EBM-Ziffer könnten die Kliniken die Medikamenteninjektion ins Auge nicht mehr abrechnen. Dort würden aber gut 40 Prozent der Patienten behandelt. Wenn alte Verträge zwischen Kliniken und Kassen weiter gelten würden, sei die Versorgung gesichert. Andernorts drohten aber Engpässe, weil sich Patienten einen niedergelassenen Augenarzt suchen müssten. HK

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