ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2014Randnotiz: Advent ist im Dezember

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Randnotiz: Advent ist im Dezember

Dtsch Arztebl 2014; 111(43): A-1835 / B-1571 / C-1503

Klinkhammer, Gisela

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Weihnachtsgebäck hat zwar viele Kalorien und gilt deshalb als Dickmacher, aber es werden ihm auch zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt. So liefern beispielsweise Nüsse und Gewürze Niacin, Zink, Magnesium und Vitamin B. Was spricht also dagegen, Weihnachtsplätzchen und -schokolade, Nikoläuse und Marzipankartoffeln schon ab September zu genießen? Im Handel sind sie jedenfalls bereits seit längerem zu finden.

Die Mehrheit der Deutschen zeigt sich von diesem Überangebot an Weihnachtsgebäck schon Wochen vor dem ersten Advent allerdings genervt. Fast jeder Dritte wünscht sich ein Verbot für Lebkuchen, Glühwein und Weihnachtslieder vor einem bestimmten Stichtag im Jahr. Das ergab eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag von dpa. Demnach befürworten 32 Prozent eine gesetzliche Regelung gegen frühzeitige Weihnachtsangebote. Und fast jedem Zweiten (47 Prozent) verderben frühe Weihnachtsangebote die Freude auf das Fest. Wenn man die Bürger fragt, wann ihrer Meinung nach die Vorweihnachtszeit mit Weihnachtsmärkten, festlicher Dekoration und dem passenden Warenangebot beginnen soll, gibt es eine klare Tendenz – nicht vor November. 45 Prozent halten Mitte November für einen guten Starttermin, 40 Prozent den ersten Advent. „Ruhig nach den Sommerferien“, sagten dagegen gerade mal drei Prozent.

Auch wenn man den Vorschlag einer gesetzlichen Regelung vielleicht nicht so ganz ernst nehmen soll, so kann man einer Iniitiative der Evangelischen Kirche in Deutschland doch sicher beipflichten, in der es heißt: „Alles hat seine Zeit! Advent ist im Dezember.“

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