ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2014Multiple Sklerose: Adhärenz fördern

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Multiple Sklerose: Adhärenz fördern

Dtsch Arztebl 2014; 111(43): A-1873

Leinmüller, Renate

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Moderne Applikationshilfen bieten Unterstützung bei der Therapie mit modifizierenden Medikamenten.

Drei neue Wirkstoffe zur Therapie neurodegenerativer Erkrankungen sind in der Pipeline des Unternehmens Merck Serono: ein intradermal zu applizierendes Peptid, das die Immunantwort gegen Myelin-basierte Proteine vermindern soll (Phase I/II), einen oralen Sphingosin-I-Rezeptor-Agonisten, von dem weniger kardiovaskuläre Nebenwirkungen und weniger schwerwiegende Lymphopenien erwartet werden, sowie ein Kopolymer der nächsten Generation mit immunregulatorischer Wirkung. Darüber hinaus besteht eine Option auf die Exklusivlizenz für das Tcelna-Programm, ein Verfahren zur personalisierten T-Zell-Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose (MS).

Derzeit deckt Interferon ß-1a (Rebif®) als subkutan injizierbares Präparat alle Stufen im Gesamtverlauf der Multiplen Sklerose (MS) wirksam ab – angefangen vom klinisch isolierten Symptom (CIS) bis zur sekundär progredienten MS (SPMS). Der speziell entwickelte elektronische Injektor RebiSmartTM erlaubt erstmals eine objektive Dokumentation der Adhärenz: In der zweiten Interimsanalyse von 189 Patienten nach drei und 114 Patienten nach sechs Monaten lag diese mit 97 beziehungsweise 87 Prozent extrem hoch, erläuterte Prof. Dr. med. Christoph Kleinschnitz, Würzburg.

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Um die relative Wirksamkeit, Eignung und „Rangfolge“ der immunaktiven MS-Therapeutika einzuordnen, hat die Cochrane Collaboration eine Metaanalyse unternommen. In der kombinierten Analyse von schubförmig remittierender MS (RRMS) und SPMS über einen Zeitraum von 24 Monaten reduzierte Interferon ß-1a s.c. als einziges Basistherapeutikum demnach das Risiko einer Behinderungsprogression signifikant, führte Kleinschnitz aus. Im Vergleich verminderte dieses Präparat auch die Schubrate bei RRMS am effektivsten. Positive Behandlungsresultate sind jedoch an langfristige Therapietreue geknüpft, wie der Referent betonte. Der elektronische Injektor ist dabei eine gute Hilfe. Begleitend zur Therapie bietet das Unternehmen zusätzlich mit RebiSTAR den einzigen professionellen MS-Patientenservice mit belegtem Einfluss auf die Adhärenz an.

Dr. rer. nat. Renate Leinmüller

Fachpresse-Round-Table „Miteinander stark: Von Adhärenz zu überlegener Wirksamkeit“, in Darmstadt, Veranstalter: Merck Serono

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