ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2014Dietrich Niethammer: Preis für beeindruckendes Lebenswerk

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Dietrich Niethammer: Preis für beeindruckendes Lebenswerk

Dtsch Arztebl 2014; 111(43): A-1869 / B-1599 / C-1529

Spielberg, Petra

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Für seine herausragenden Dienste in der Kinderheilkunde erhielt Prof. em. Dr. med. Dr. h. c. Dietrich Niethammer in Leipzig die Otto-Heubner-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. Niethammer gilt als einer der Pioniere der Knochenmark- und Stammzelltransplantation in der Pädiatrie.

Dietrich Niethammer, Foto: dgkj
Dietrich Niethammer, Foto: dgkj

Neben seinem wissenschaftlichen und klinischen Wirken trat er für eine familienorientierte Rehabilitation in der Kinderonkologie ein, bei der die Eltern und die kranken Kinder als gleichberechtigte Gesprächspartner einzubeziehen sind. „Der Kinder- und Jugendarzt hat eine besondere moralische Verantwortung gegenüber seinen noch nicht geschäftsfähigen Patienten. Dies muss ebenso die Basis für sein ärztliches Handeln sein wie die kontinuierliche Fortbildung auf seinem medizinischen Fachgebiet. Zwei grundsätzliche ethische Forderungen sind heute aus meiner Sicht besonders wichtig: Es ist unethisch, seine Patienten zu belügen, und es ist ebenso unethisch, einer schwierigen Entscheidung durch die einfache Weiterführung von Intensivmaßnahmen aus dem Weg zu gehen“, so Niethammer.

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Der Pädiater studierte in Tübingen, Wien und München. Nach einem Aufenthalt in Kalifornien durchlief er seine Facharztausbildung in Ulm und habilitierte sich 1977. 1978 folgte er dem Ruf auf die Professur für pädiatrische Hämatologie in Tübingen. 1986 übernahm er dort die Professur für Kinderheilkunde. Bis zu seiner Emeritierung 2005 lehrte er in Tübingen, setzte aber auch danach sein Engagement für die Pädiatrie in zahlreichen Gremien fort. Petra Spielberg

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