ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2014Brandenburgisches Apothekenmuseum: Sammlung von DDR-Medikamenten

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Brandenburgisches Apothekenmuseum: Sammlung von DDR-Medikamenten

Dtsch Arztebl 2014; 111(44): [70]

dpa

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Nach Retro sieht es in dem Zimmer im ersten Stock eines Hinterhauses aus. Holzmöbel im 1960er-Look, hinter den Glasscheiben sind Hunderte Verpackungen mit Tabletten, Salben und Säften zu sehen. Den Raum im Museum gibt es laut Museumsleiterin Annette Schiffner seit 2005. Das kleine Brandenburgische Apothekenmuseum in Cottbus ist stolz darauf, die rund 750 Medikamente in einer originalen Apotheken-Inneneinrichtung aus DDR-Zeiten zu präsentieren.

Das kleine Brandenburgische Apothekenmuseum in Cottbus ist stolz darauf, die rund 750 Medikamente in einer originalen Apotheken- Inneneinrichtung aus DDR-Zeiten zu präsentieren.
Das kleine Brandenburgische Apothekenmuseum in Cottbus ist stolz darauf, die rund 750 Medikamente in einer originalen Apotheken- Inneneinrichtung aus DDR-Zeiten zu präsentieren.

„Wir wollen zeigen, dass die Arbeit von Apothekern eine hochwertige und fachlich sehr fundierte war“, sagt Schiffner. Was ist das Typische an DDR-Apotheken? Der Direktor des Instituts für Pharmazie-Geschichte an der hessischen Philipps-Universität Marburg, Prof. Dr. rer. nat. Christoph Friedrich, nennt ein Phänomen: „Anders als in der Bundesrepublik Deutschland gab es pro Präparat und Wirkstoff jeweils nur einen Hersteller.“ Konnte der nicht liefern, sei es immer wieder zu Versorgungslücken gekommen. „Dafür zeigten die Apotheker sehr viel Eigeninitiative, überlegten sich Alternativen und stellten selbst Arzneimittel im Defekturmaßstabe her.“

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Auf ein Ausstellungsstück ist Museumsleiterin Schiffner besonders stolz – es ist ein Mittel gegen Depressionen in einer rot-weißen Verpackung. Das habe eine besondere Geschichte hinter sich, sagt sie. „Es lag schon in den Händen von Schauspielerin Martina Gedeck – im Film ,Das Leben der Anderen’“. Weitere Informationen: www.niederlausitzer-apothekenmuseum.de dpa

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