ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2014Elektronischer Arztbrief: Projekt in Westfalen-Lippe

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Elektronischer Arztbrief: Projekt in Westfalen-Lippe

Dtsch Arztebl 2014; 111(44): A-1881 / B-1609 / C-1541

Hillienhof, Arne

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Rund 300 niedergelassene Ärzte und fünf Klinikverbände hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) in Bochum, Herne und dem Ennepe-Ruhr-Kreis miteinander vernetzt. Das Projekt „eArztbrief“ soll die Vernetzung und Kommunikation von Ärzten fördern und vereinfachen. „Durch die Nutzung und Erprobung von innovativen Telematikanwendungen wollen wir darüber hinaus auch den Arztmangel in ländlichen Gebieten kompensieren“, beschreibt Thomas Kriedel, Vorstandsmitglied der KVWL, ein weiteres Projektziel.

Die Koordinatoren des Projekts haben dabei eine technische Besonderheit eingeführt: Ärzte können die Arztbriefe zwischen Praxisverwaltungssystemen (PVS) unterschiedlicher Hersteller austauschen. Damit dies möglich ist, hat die KV zusammen mit PVS-Herstellern umfangreiche Funktionstests vorgenommen. Der elektronische Arztbrief läuft jetzt in den Systemen der CompuGroup sowie von Duria, Interdata und Visus.

„Der elektronische Arztbrief spart uns vor allem Zeit und Kosten. Zudem können wir den Briefen problemlos Bilder anhängen und die Daten anschließend archivieren“, erläuterte der Projektkoordinator Eckhard Kampe. Die KV kündigte an, das Projekt kontinuierlich zu evaluieren. Ziel sei es, die in der Modellregion Bochum gesammelten Erkenntnisse in den Aufbau landesweiter Telematikstrukturen einfließen zu lassen, meinte Kriedel. Zudem soll das Projekt stufenweise wachsen. So will die KV es 2015 auf das Einweisungs- und Entlassmanagement in Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Krankenhäusern ausdehnen. hil

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